Aus einem bestimmten Grund schmiert sie sich Menstruationsblut ins Gesicht

Aus einem bestimmten Grund schmiert sie sich Menstruationsblut ins Gesicht

Eine junge Frau postet regelmäßig Fotos auf Instagram – mit Monatsblut auf ihrem Gesicht. Wir erzählen euch, was dahintersteckt.

Demetra Nyx, kalifornische Sexualtherapeutin, führt einen ganz besonderen Kampf – mit krassen Gesten: Sie engagiert sich gegen die Tabuisierung der Menstruation und will das Vorurteil abbauen, die Regelblutung sei etwas Schmutziges. Deshalb postet sie auf Instagram Fotos von sich – mit einem blutverschmierten Gesicht. Ihre Message? Die Menstruation sei „schön und kraftvoll“.

Die 26-jährige Amerikanerin veröffentlichte ein weiteres Foto, auf dem diese Message noch deutlicher wird: auf ihrem Oberschenkel steht in großen Buchstaben aus Blut das Wort „shameless“, „schamlos“, um zu zeigen, dass sie sich für diesen natürlichen Vorgang des weiblichen Körpers nicht im Geringsten schämt.

„Jeden Monat werde ich so ein Foto posten – bis sich etwas ändert“

Im Interview mit der britischen Zeitung The Sun erzählt Demetra Nyx ihre Geschichte: Im Alter von zwölf Jahren hatte sie ihre Tage bekommen und sich dafür geschämt, das Blut abstoßend gefunden. Später hatte sie sich die Spirale einsetzen lassen, von da an war die Periode verbunden mit starken Schmerzen. Nach einem Jahr des Leidens entschloss sich Demetra dazu, das Verhütungsmittel wieder entfernen zu lassen – und fand endlich einen gesunden Zugang zu ihrem Körper und seinen natürlichen Vorgängen.

Sie begann, sich offen zu dem Thema zu äußern, vor allem in den sozialen Netzwerken, und postet nun regelmäßig Bilder von ihrem blutverschmierten Gesicht. „Ich werde das jeden Monat machen – so lange, bis das die Leute endlich nicht mehr schockiert. Ich mache das so lange, bis man kleinen Mädchen nicht mehr beibringt, die Periode wäre dreckig und ekelhaft. Ich mache das so lange, bis die Frauen endlich aufhören zu glauben, sie könnten während ihrer Tage keinen Sex haben, weil das angeblich widerlich wäre“, kommentiert Demetra unter einem ihrer Bilder. Was für ein Statement!

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Nicht alle stehen hinter Demetras Projekt

„Wenn ich so etwas sooo Schockierendes und Ekliges tue, macht es vielleicht bei einigen Frauen Klick. Vielleicht denken sie sich: Wenn die sowas macht, dann muss ich meine Periode vielleicht gar nicht hassen. Dann ist mein Körper vielleicht doch gar nicht so ekelhaft“, hofft die Sexualtherapeutin.

Noch sind die Reaktionen im Netz gemischt. Nicht alle verstehen, was Demetra mit ihrer Aktion bezweckt, ein Teil der Kommentare sind negativ. Doch was man ihr zugutehalten muss: Sie versucht, Dinge zu ändern. Ihre Fotos laden dazu ein, dieses noch immer stark tabuisierte Thema zu hinterfragen.

Sarah Kirsch
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