TikTok: Ab sofort sammelt das Video-Netzwerk biometrische Daten der Nutzer
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TikTok in der Kritik: Das Unternehmen sammelt ab jetzt biometrische Daten der Nutzer

Trotz des schlechten Rufes in Bezug auf den Nutzerdatenschutz geht TikTok jetzt sogar noch weiter und will künftig Gesichts- und Stimmprofile der User sammeln.

Die Videoplattform TikTok gilt aktuell als eines der beliebtesten Social-Media-Netwerke, insbesondere bei Jugendlichen und Kindern ist es populärer als Instagram oder Facebook.

Gerade aus diesem Grund gerät TikTok wegen seiner fragwürdigen Geschäftspraktiken bezüglich des Datenschutzes in letzter Zeit immer stärker in die Kritik.

Doch das Unternehmen ist sich keiner Schuld bewusst und weist sämtliche Kritik von sich. Nun will man sogar noch weiter gehen und offiziell Gesichts- und Stimmprofile der Nutzer sammeln.

Noch mehr Daten für TikTok

In den USA weitet TikTok seine Datenschutzerklärung aus: Jetzt darf das soziale Netzwerk die biometrischen Daten seiner Nutzer speichern. In der Ankündigung des Unternehmens heißt es:

Wo es gesetzlich erforderlich ist, werden wir alle benötigten Zustimmungen von Dir einholen, bevor wir solche Daten sammeln.

Das Problem ist jedoch, dass es in den meisten US-Bundesstaaten gesetzlich eben nicht erforderlich ist, da es dort kaum Regelungen zur Erhebung biometrischer Daten gibt.

TikTok hat bereits zahlreiche Klagen am Hals

Im Bundesstaat Illinois, wo es tatsächlich Vorschriften gibt, wurde TikTok erst kürzlich wegen Datenschutzverstößen und dem rechtswidrigen Sammeln von Daten minderjähriger Nutzer auf 92 Millionen Dollar verklagt.

Seitdem ist das Unternehmen zu mehr Transparenz beim Sammeln von Nutzerdaten verpflichtet. Dass diese Vorschrift nicht für die anderen US-Bundesstaaten gilt, macht sich TikTok nun offensichtlich schamlos zunutze.

Laut EU-Kommission "besorgniserregend"

In Europa, wo die Datenschutzverordnungen wesentlich strenger geregelt sind, hat das chinesische Unternehmen deutlich weniger Chancen bei der Erhebung personenbezogener Daten.

Dennoch läuft auch in den Niederlanden aktuell eine Sammelklage gegen den Betreiber der Videoplattform auf Schadensersatz. Dort werfen Tausende Eltern dem Unternehmen vor, zu "aggressiven" Werbezwecken Daten von Minderjährigen zu sammeln.

Auch die EU-Kommission wurde Ende Mai nach einer Warnung des Europäischen Verbraucherverbands auf die Geschäftspraktiken von TikTok aufmerksam und stufte diese nach gründlicher Überprüfung als "besorgniserregend" ein.

Trotz allem hat die Plattform auch Einiges an praktischen Tipps und lustigen Videos zu bieten. Diese Chefköchin bereitet Essen aus Disney-Filmen zu!


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