Jaguar Yo'oko wurde für Puma gehalten und erschossen
Jaguar Yo'oko wurde für Puma gehalten und erschossen
Weiterlesen

Jaguar Yo'oko wurde für Puma gehalten und erschossen

In den USA ist eines der drei letzten lebenden Exemplare einer seltenen Spezies erschossen worden. Spezialisten haben sein Fell auf einem Foto wiedererkannt. Es handelt sich dabei um eine tragische Verwechslung, denn der Jäger wollte eigentlich einen Puma erlegen.

Eines der letzten Jaguar-Exemplare der sogenannten Panthera onca-Spezies aus den USA ist tot. Das Ereignis ist eine Katastrophe in den Augen von Tierschützern, da sie das gehäutete Fell des Tieres auf einem Foto wiedererkannt haben. Das Bild ging aus unbekannter Quelle dem Northern Jaguar Project (kurz NJP) zu, einem Verband mexikanischer und amerikanischer Tierschützer, die gegen das Aussterben der seltenen Tiere kämpfen.

Yo'oko wurde erschossen und identifiziert

Die Experten sind sich sicher, dass es sich bei dem toten Tier um Yo'oko handelt, ein Männchen, das sich öfters in den Bergen von Arizona nahe der mexikanischen Grenze aufhielt. Identifiziert haben sie Yo'oko anhand der schwarzen Flecke auf seinem Fell. Diese Flecken sind einzigartig und geben klaren Aufschluss darüber, um welche Identität es sich handelt. Die Umstände des Todes sind nach wie vor ungeklärt.

Einen vorm Aussterben bedrohten Jaguar zu jagen oder zu töten, ist gegen das Gesetz. Tatsächlich scheint Yo'oko aber gar nicht das geplante Ziel des Jägers gewesen zu sein. Der örtliche Tierzüchter Carlos Robles Elias äußert sich gegenüber dem Arizona Daily Star, er habe davon gehört, dass vor circa sechs Monaten ein Jaguar in Mexiko, nahe der amerikanischen Grenze getötet worden ist. Des Weiteren ist er der Meinung, dass der Jäger sich getäuscht hat und eigentlich eine Puma erlegen wollte. Die Jagd von Pumas ist in Arizona legal.

Die Organisation Northern Jaguar Project möchte die Quelle des Fotos nicht bekannt geben. Ihr ist es wichtig zu den lokalen Landwirten und Züchtern eine Vertrauensbasis zu wahren, da es sich bei ihnen um wertvolle Mitkämpfer für den Erhalt gefährdeter Gattungen handelt.

Nur zwei sind noch übrig

In den USA ist eines der drei letzten lebenden Exemplare einer seltenen Jaguar-Spezies erschossen worden. Spezialisten haben sein Fell auf einem Foto wiedererkannt. Es handelt sich dabei um eine tragische Verwechslung, denn wahrscheinlich wollte Jäger eigentlich einen Puma erlegen. In den letzten 20 Jahren sind sieben Exemplare der Spezies fotografiert worden. In den letzten drei Jahren haben Forscher des Center for Biological Diversity, einer US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation, allerdings nur noch drei Exemplare entdeckt. Nach dem Tod von Yo'oko hat sich diese Zahl also auf zwei vermindert, wobei das Weibchen El Jefe ihren Partner verloren hat.

Ursprünglich bevölkern die Jaguare ein weiträumiges Gebiet, das von Louisiana bis nach Südkalifornien reicht. Doch Wilderei und die allmähliche Zerstörung ihres Lebensraumes verkleinert die Zahl in nur 150 Jahren drastisch. Trotzdem der Jaguar durch das Gesetz geschützt ist, ist er nämlich besonders in Zuchtgebieten gefährdet. Von Mexiko bis Nordargentinien fürchten Züchter um ihr Vieh und als Folge sinkt die Anzahl der Großkatzen rapide.

Katze: Die schönsten Rassen der Welt
Auch interessant
Katze: Die schönsten Rassen der Welt

Eine gute Nachricht gibt es dennoch: In Mexiko sind die Zahlen in den letzten 8 Jahren um 20% gestiegen. Insgesamt 4.800 Tiere sollen dort derzeit leben. Dennoch steht der Jaguar auf der roten Liste der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur (IUCN).

Von der Redaktion
Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen