Nordfranzösische Stadt baut Zuhause für streunende Katzen

Diese Initiative wird alle Tierfreunde freuen! In einer Stadt in Nordfrankreich werden streunende Katzen aufgesucht, kastriert, registriert und ihnen wird ihnen kleine Holzhütten gebaut, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern. Im Video stellen wir euch das Projekt vor.

Nordfranzösische Stadt baut Zuhause für streunende Katzen
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Nordfranzösische Stadt baut Zuhause für streunende Katzen

In einer Stadt in Nordfrankreich wurde beschlossen, herrenlosen Katzen ein Zuhause zu geben. Dabei sollen bald Katzenhäuser für streunende Katzen gebaut werden.

Eine Initiative der Kommune

Der Bürgermeister der französischen Kleinstadt Bully-les-Mines hat kürzlich verkündet, er wolle keine streunende Katze mehr auf den Straßen sehen. Denn in der 12.000-Einwohner-Stadt laufen mehrere Hundert ausgesetzte Katzen auf den Straßen umher. Den neuesten Schätzungen zufolge sollen es rund 200 Katzen sein.

Um gegen diese dramatische Situation anzukämpfen, führte die Tierschutzorganisation 30 Millions d'Amis eine Kampagne zur Sterilisation obdachloser Kater durch und regte die Stadt dazu an, ein Haus für die Kätzchen zu bauen. Daraufhin unterschrieb der Bürgermeister einen Vertrag mit der Tierschutzorganisation, in dem festgelegt wurde, dass sich diese um das Kastrieren und Tätowieren der Kater kümmere und im Gegenzug dazu das Rathaus den Bau von kleinen Häusern einleite, in denen die kleinen Streuner Zuflucht und einen Schlafplatz finden können.

5-Sterne-Unterschlupf

Die Stadt in Nordfrankreich ist diesbezüglich nicht die erste, die den Bau von Katzenhäusern initiiert hat. Auch die Städte Montpellier und Belfort hatten ähnliche Verträge mit Tierschutzvereinen geschlossen. Freilaufende Katzen bilden normalerweise Kolonien von 15 bis 20 Tieren, weswegen sie in verschiedenen Gebieten verteilt sind, was beim Bau der Häuser zu beachten ist. Doch auch die Anwohner haben zu der Problematik schon beigetragen und selbstständig kleine Unterschlupfe für die herrenlosen Tiere gebaut.

Die Häuser sollen solide und aus qualitativ hochwertigen Elementen gebaut werden. Gleichzeitig sollen sie gut ins Stadtbild passen. Aber das Hauptziel ist dennoch, dass sich die Katzen darin wohlfühlen und glücklich sind. Gebaut werden die Häuser von einer Organisation, die sich Menschen mit geistiger Behinderung kümmert.

Der Vorsitzende dieser Organisation erklärte in der Zeitung 20 Minutes: „Das werden kleine Hütten sein, in denen fünf bis sechs Katzen Unterschlupf finden können. Im Moment bauen wir noch an einem Muster-Modell, das für einen Testzeitraum aufgestellt wird. Und dann sehen wir, ob sich die Katzen darin wohlfühlen.“

Der Bürgermeister der Stadt sorgt sich also um das Wohl herrenloser Katzen, aber auch um ihre unkontrollierte Vermehrung. Denn der Reproduktionsgrad bei Katzen ist enorm. Ein Katzenpaar kann in fünf Jahren bis zu 20.000 Nachkommen haben!

Dabei leben die Katzen auf der Straße ein elendes Leben, das mit Krankheiten und Essen aus der Mülltonne verbunden ist. Im schlimmsten Fall übertragen sie schwere Krankheiten auf andere Tiere, die wiederum in der Nähe der Menschen leben.

Zum jetzigen Zeitpunkt wurden schon 76 Katzen kastriert und registriert.

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