Aufklärungs-Broschüre für Kleinkinder in Berlin sorgt für Ärger!
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Aufklärungs-Broschüre für Kleinkinder in Berlin sorgt für Ärger!

Der Berliner Senat verteilt in Kitas Broschüren zur sexuellen Aufklärung, doch die CDU will dieses Vorgehen nun stoppen.

Worum geht es in der Broschüre?

Das Heft mit dem Titel „Murat spielt Prinzessin, Alex hat zwei Mütter und Sophie heißt jetzt Ben“ soll Kleinkindern die Bedeutung verschiedener sexueller Identitäten näher bringen. Beispielsweise geht es auf Seite 51 um Kinder, die mit ihrem Geschlecht nicht klarkommen. Ein neunjähriger Junge erzählt: „Als ich vier Jahre alt war, wollte ich mir den Penis abschneiden und habe ihn immer versteckt. Ich bin schon immer ein Mädchen, da ist nur der Penis falsch. Den will ich nicht haben.“

Die Begründung der CDU

CDU-Fraktionschef Florian Graf begründet den Antrag folgendermaßen: „Fragen der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt gehören nicht in die Berliner Kindertagesstätten. Die dort betreuten Kleinstkinder sollen Kind sein dürfen, ohne in jüngsten Jahren mit Fragestellungen zur sexuellen Identität konfrontiert zu werden.“

Die Autorin mahnt hingegen zur Sensibilität

Mari Günther, Autorin der Broschüre, erklärt: „Es gibt immer noch Kinder- und Jugend- psychotherapeut/innen, die geschlechtsvariantes Verhalten als psychische Störung betrachten.“ Des Weiteren mahnt sie, dass Erzieher und Erzieherinnen nicht darauf hineinfallen sollten, wenn sie Kleinkindern erzählen, was „geschlechtsvariant“ ist - dazu liefert sie ebenfalls ein Beispiel in der Broschüre. Auf Seite 74 nämlich stellt sich das fünfeinhalbjährige Kind Kim vor, das berichtet: „Mein Name ist für Jungs und für Mädchen. Ich möchte mal einen Bart haben, Brüste mit Milch drin, Baby im Bauch, Penis und Scheide und eine hohe Stimme.“

CDU positioniert sich klar gegen die Broschüre

Das Problem ist, dass die Broschüre offenbar gar keine Diskussion zulässt und statt dessen klar definiert, was richtig und was falsch ist. Nun stellt sich allerdings die Frage, ob Kinder in diesem Alter all das bereits verstehen und damit konfrontiert werden sollten. Die CDU positioniert sich dazu klar und fordert in ihrem Antrag: „Die dort betreuten Kleinstkinder sollen Kind sein dürfen, ohne in jüngsten Jahren mit Fragestellungen zur sexuellen Identität konfrontiert zu werden“.

Von der Redaktion

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