Demütigung von Flüchtlingskindern in Skandal-Kita. Mitarbeiter packen aus!
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Demütigung von Flüchtlingskindern in Skandal-Kita. Mitarbeiter packen aus!

Die Kita Plaggenmoor in Neugraben hat mit schweren Vorwürfen zu kämpfen: So sollen Kinder angebrüllt, massiv an ihnen gezerrt oder sie zur Strafe in die Ecke gestellt werden. Bisher waren es zumeist Eltern, die sich über die Zustände in der Kita beschwert hatten. Jetzt packen jedoch auch Kollegen der beschuldigten Mitarbeiter über die skandalösen Umstände aus.

Hysterie unter den Eltern?

Als der Skandal um die Kita Plaggenmoor ans Licht kam, war schnell von „Überreaktionen“ und „elterlicher Hysterie“ die Rede. Erst als das Jugendamt eingeschaltet wurde, wurden diese Stimmen leiser. Nach Aussage der Sozialbehörde haben sich jetzt weitere Zeugen bei der Kita-Aufsicht gemeldet - dabei soll es sich jedoch nicht um weitere Eltern, sondern um Kollegen der beschuldigten Mitarbeiter handeln.

Mitarbeiter packen aus

Unter anderem habe eine Zeugin geschildert, wie ein Kollege ein kleines Mädchen gedemütigt haben soll. Es stand mit dem Gesicht zur Ecke und als die Mitarbeiterin ihren Kollegen fragte, was das solle, habe dieser geantwortet: „Das ist schon in Ordnung. Sie steht da zur Strafe.“ Eine andere Mitarbeiterin sagte aus, dass es an der Tagesordnung sei, dass sich die Erzieher*innen eher mit ihren Handys beschäftigen oder untereinander quatschen würden, als sich um die Kinder zu kümmern. Weiter sei der Fall, dass die Kinder permanent angebrüllt würden. „Es ist auch an der Tagesordnung, dass die Kinder an den Armen gezerrt werden“, so eine Mitarbeiterin weiter. Außerdem sollen die Kinder viel zu wenig zu trinken bekommen, und stundenlang in der prallen Sonne sitzen - ohne durch Sonnencreme oder Kopfbedeckungen geschützt zu werden.

Ämter sind eingeschaltet

Neben dem Deutschen Roten Kreuz und dem Jugendamt sei mittlerweile auch das Gesundheitsamt alarmiert. „Wir nehmen die Vorwürfe sehr ernst“, sagt Bereichsleiterin Katja Philipp vom DRK. Der DRK-Kreisverband Harburg werde demnach noch in dieser Woche eine zusätzliche stellvertretende Kita-Leiterin einsetzen - zudem seien jetzt auch eine Fachberaterin und eine Supervisorin vor Ort, die das Team langfristig pädagogisch begleiten sollen.

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Von der Redaktion

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