Wichtige Nachricht für alle, die Erinnerungen an ihre Baby-Zeit haben

Wichtige Nachricht für alle, die Erinnerungen an ihre Baby-Zeit haben

Die Erinnerungen aus unserer frühen Kindheit sind uns heilig: Ob es das lächelnde Gesicht deiner Mutter ist oder ob du dich an das Gefühl erinnerst, groß wie ein Riese zu sein, weil du auf den Schultern von Papa sitzt. Das alles sind schöne Erinnerungen an Geschehen aus deinen ersten Jahren auf dieser Welt. Denkste! Diese Erinnerungen sind gefälscht!

Da glaubst du felsenfest, dich an einen Waldspaziergang in einem roten Kinderwagen zu erinnern, als du zwei Jahre alt warst. Doch Wissenschaftlern nach ist das alles nur Einbildung. Eine Studie von Dr. Shazia Akhtar, die in der  Fachzeitschrift Psychological Science Journal veröffentlicht wird, offenbart nun, dass Erinnerungen aus der frühen Kindheit praktisch unmöglich sind. Bei 40 % derartiger Erinnerungen handelt es sich um reine Einbildung, beziehungsweise um fiktive Erinnerungen, die aus Erzählungen von Erwachsenen hervorgehen.

Kleinkinder können keine Erinnerungen abspeichern

Wir alle halten gewisse Erinnerungen aus unserer frühen Kindheit für real. Doch dem Wissenschaftler nach hat das kindliche Gehirn vor dem Alter von drei Jahren noch gar nicht die Fähigkeit bereits Erinnerungen abzuspeichern. Wenn wir glauben uns an etwas erinnern zu können, so beruht das auf Erzählungen oder Bildern, die wir gezeigt bekommen haben. Ein Foto, eine Familiengeschichte oder ein Gegenstand gaukeln dem Gehirn vor, dass es sich um tatsächliche Erinnerungen handelt. Dazu kommen noch eigene Erfahrungen und ein bisschen Einbildung. Und schon sind wir von ihrer Echtheit überzeugt. 

Erst im Alter von fünf bis sechs Jahren fangen Kinder an, Erinnerungen wie die Erwachsenen zu haben. Im Laufe der Jahre werden die Erinnerungen dann immer deutlicher und ausgereifter. Bis es dann so viele werden, dass die ersten wieder verblassen.

• Sophie Kausch
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