Krebsforschung: Ein bestimmtes Lebensmittel regt das Wachstum von Krebszellen an

Krebsforschung: Ein bestimmtes Lebensmittel regt das Wachstum von Krebszellen an

Wissenschaftlichen Studien nach könnte ein bestimmtes Lebensmittel das Wachstum von Krebszellen fördern. Diese Studienergebnisse wirken sich auf die Krebsforschung und auf die Ernährung von Krebskranken aus...

Belgische Wissenschaftler haben in einer neunjährigen Studie herausgefunden, dass Zucker Tumore zum Wachstum anregt. Ihre Erkenntnisse stehen im direkten Zusammenhang mit dem sogenannten "Warburg-Effekt", der nach dem Biochemiker und Nobelpreisträger Otto Warburg benannt (1883- 1970) ist.

Der Effekt bezeichnet die Tatsache, dass Krebszellen größere Mengen an Zucker schneller abbauen als gesunde. Die belgischen Forscher, die ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht haben, stellen bei ihren Untersuchungen zwar fest, dass der Effekt den Tumor zum Wachstum anregt. Doch was weiterhin unklar bleibt, ist die die Frage, ob der "Warburg-Effekt" lediglich ein Symptom für Krebs ist oder gar seine Ursache. Auf jeden Fall bedeutet diese Erkenntnis eine Änderung im Ernährungsplan von Krebspatienten.

In Deutschland werden die Forschungsergebnisse angezweifelt 

Das "Deutsche Krebsforschungszentrum" zweifelt jedoch an den Erkenntnissen der Studie. Es gäbe noch nicht genügend Studienergebnisse, um eine klare Antwort auf den Einfluss von Zucker auf Krebs zu finden. Stoffwechselexperte Prof. Aurelio Teleman, Forscher am "Deutschen Krebsforschungszentrum", sagt gegenüber t-online.de: "Es gibt einen Unterschied zwischen dem Nährstoffbedarf von Zellkulturen und dem Nährstoffbedarf eines Gesamtorganismus."

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Es macht also einen Unterschied, ob sich die Körperzelle im Menschen oder in der Petrischale befindet. Die Forschungsergebnisse können also verfälscht sein, da sie nicht am Menschen durchgeführt werden können.

Sicher ist, dass es in der Krebsforschung stets neue Erkenntnisse gibt und dass eine gesunde Ernährungsweise der Gesundheit nicht schaden kann! 

Juliane Kretsch-Oppenhovel
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