Spektakuläre Rettung: Flusspferde schützen ein Gnu vor Krokodilen
Spektakuläre Rettung: Flusspferde schützen ein Gnu vor Krokodilen
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Spektakuläre Rettung: Flusspferde schützen ein Gnu vor Krokodilen

Den Teilnehmern einer von Chasin' Africa Safaris organisierten Safari im Kruger-Nationalpark in Südafrika ist es gelungen, eine kleine Gruppe von Flusspferden zu filmen, die einem von Krokodilen angefallenen Gnu zu Hilfe kamen. Spektakuläre Aufnahmen einer unerwarteten Rettung, die vom legendären Charakter der Hippos zeugen.

Flusspferde sind nicht unbedingt für besondere Liebenswürdigkeit und Verträglichkeit bekannt, sondern eher dafür, ihr Territorium mit allen Mitteln zu verteidigen. Das kann zu unerwarteten Situationen führen, wie die von den Teilnehmern einer Safari im Kruger-Nationalpark von Touristen gefilmte Rettung eines Gnus.

Während die Gruppe gerade eine Herde Gnus an einer Wasserstelle am Gezanftombi Dam unweit der Crocodile Bridge beobachtete, schnellte ein Krokodil aus dem Wasser und packte ein Gnu bei den Hörnern. Das Fahrzeug der Touristen war gerade im Begriff zu wenden, um einen besseren Blickwinkel auf den Gnus zu haben, als sich der Vorfall ereignete.

Das Gnu wehrte sich verzweifelt, doch gegen die Krokodile hatte es keine Chance. Es wurde mitgeschleift und in die schlammigen Gewässer des Flusses gezogen. Gerade als eines der Krokodile erneut zupackte und versuchte, das Gnu zu ertränken, geschah etwas völlig Unerwartetes.

Die hier im Fluss versammelten Flusspferde schienen dem Gnu zur Hilfe zu kommen. Im kritischen Moment, in dem die Krokodile ihr Opfer ertränken wollten, gingen die Flusspferde zum Angriff über. Sie überrannten die Krokodile, die in ihrer Überraschung das Gnu entkommen ließen. Dem Gnu gelang es, das Ufer zu erreichen und sich in Sicherheit zu bringen.

Ein gefährlicher Dickhäuter

Wenn die Szene auch so aussieht, als wollten die Flusspferde dem Gnu helfen, so trügt doch der Schein. Den Erklärungen des Zoologen und Meeresbiologen Douglas Maccauley in der amerikanischen Fachzeitschrift National Geographic nach, kennen Flusspferde keine Nächstenliebe. Sie wollten schlicht und einfach ihr Territorium verteidigen, weiter nichts. Diese Tiere sind bekannt dafür, ihr Territorium mit allen Mitteln zu verteidigen. Mit anderen Worten, sie halten sich die meiste Zeit in einem ganz bestimmten Bereich auf, den die anderen nur selten oder unter Lebensgefahr betreten.

Ein ähnlicher Fall wurde schon einmal im Kruger-Nationalpark gefilmt. Damals griffen zwei Flusspferde ein Krokodil an, das ein Gnu am Bein gepackt hatte und ins tiefere Wasser ziehen wollte. Auch bei diesem Angriff gelang es dem Gnu dank der Flusspferde zu entkommen. Das als harmloser Grasfresser geltende Flusspferd ist in Wirklichkeit eines der gefährlichsten Tiere Afrikas. Es greift mit einer Geschwindigkeit von 40 km/h an und ist weit gefährlicher als der Löwe. Es sterben jährlich an die 500 Personen an solchen Angriffen.

Von der Redaktion

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