Was steckt hinter Skoliosexualität?

Das Spektrum der sexuellen Orientierung scheint immer breiter zu werden. Es entstehen völlig neue Begriffe: Wisst ihr schon, was hinter Skoliosexualität steckt?

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Seit einiger Zeit tauchen neue Begriffe zur Definition der sexuellen Orientierung auf: Pansexualität etwa oder Sapiosexualität. Wir stellen einen weiteren Begriff in diese Reihe, der noch nicht so bekannt ist: die Skoliosexualität.

Immer weniger gesellschaftliche Tabus

Barrieren und Tabus rund um die Sexualität scheinen weniger zu werden. Sexuelle Orientierung umfasst nicht nur (und glücklicherweise!) Heterosexualität, Bi-Sexualität oder Homosexualität. Das Spektrum ist viel breiter.

Heute sprechen wir über Skoliosexualität. Skoliosexuell zu sein bedeutet, sich zu nicht‑binären Menschen hingezogen zu fühlen (die sich in der Gegenüberstellung zwischen weiblichem und männlichem Geschlecht nicht wiedererkennen) oder zu Menschen, die sich nicht als cis‑gender definieren (also jemand, der in seiner sexuellen Orientierung mit seinem bei der Geburt zugewiesenem Geschlecht übereinstimmt). Sexologin Debra Laino von Women's Health erklärt:

Es handelt sich um eine fluide Sexualität in dem Sinne, dass es keine Anziehung für bestimmte Geschlechtsorgane gibt. Stattdessen fühlt man sich davon angezogen, wie andere Personen ihren Platz (oder Mangel an Platz) im Gender-Spektrum wahrnehmen.

Problematik des Begriffs

Der Begriff skoliosexuell ist daher inklusiv, es gibt keine Anziehung zu einem bestimmten Geschlecht und er verneint die bei der Geburt gegebenen binären Rollen der Männlichkeit und Weiblichkeit.

Es sind sich aber nicht alle über den Begriff einig, ganz im Gegenteil. Wenn wir uns die Etymologie des Wortes "Skoliosexualität" ansehen, ist vielleicht überraschend, dass "skolio" im Griechischen "gewunden" bedeutet.

Dies läuft darauf hinaus, einen skoliosexuellen Menschen als jemanden zu definieren, der gebrochen ist. Weitere Informationen dazu findet ihr im Video.