Nymphomanie: Darum sind nur Frauen von dieser Krankheit betroffen

Nymphomanie: Darum sind nur Frauen von dieser Krankheit betroffen

Der Begriff wird meist fälschlicherweise abwertend für eine Frau benutzt, die viel und gerne Sex hat. Doch die Nymphomanie ist eine ernstzunehmende sexuelle Funktionsstörung. Wie sich diese Krankheit ausdrückt und was man dagegen tun kann, erfahrt ihr hier.

Oft wird mit dem Begriff der „Nymphomanin“ eine Frau bezeichnet, die viele und häufig wechselnde Partner hat. Auch für Frauen, die einfach nur gerne Sex haben, wird der Begriff abwertend verwendet. Doch diese Bedeutung ist falsch. Denn die Nymphomanie, auch Hypersexualität genannt, ist eine echte Krankheit – und betrifft nur Frauen. Nicht weil Männer etwa nicht von Hypersexualität betroffen sein könnten, sondern weil für sie ein anderer Begriff existiert: Die Krankheit nennt sich dann Satyriarsis. Eine Frau kann als Nymphomanin geboren werden, die Krankheit kann sich aber auch im Laufe ihres Lebens entwickeln. Sie entsteht durch hormonelle oder psychologische Störungen.

Wie zeigt sich die Krankheit?

Die Krankheit tritt durch eine Funktionsstörung der Libido zutage. Eine Nymphomanin hat ständig Lust auf sexuelle Beziehungen. Im Gegensatz zu jemandem, der einfach gerne Sex hat, kann sie ihre Lust nicht kontrollieren - sie kommt auch in unangemessenen Momenten. Es geht nicht um Nähe und Zärtlichkeit, sondern es handelt sich um ein zwanghaftes Bedürfnis. So wie eine Bulimie-Kranke große Mengen an Essen verschlingen muss, muss eine Nymphomanin oft Sex haben. Ein weiterer Unterschied zu jemandem, der einfach oft Lust auf Sex hat, besteht darin, dass der Akt an sich die Nymphomanin nicht befriedigt. Sie kommt nicht zum Orgasmus - und will deshalb gleich von vorne anfangen.

Die körperlichen Symptome

Die Krankheit ruft Angstzustände und körperliches Unwohlsein hervor. Vulva und Klitoris sind dauerhaft stimuliert und machen auf sich aufmerksam. Die Vagina der Betroffenen ist dauerhaft in einem gespannten Zustand – und das hat unter anderem starken Scheidenausfluss zur Folge. Eine Nymphomanin kann sich schwer auf etwas anderes konzentrieren, ihr Sexualtrieb lenkt sie zu sehr ab.

Auswirkungen auf die Beziehung

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Für eine Nymphomanin treten in einer Beziehung ernste Probleme auf. Ihr Partner kann ihr dauerhaftes Bedürfnis nach Sex nicht stillen. Ihre extrem ausgeprägte Libido kann Spannungen hervorrufen – vor allem weil eine hypersexuelle Person geneigt ist, auch nach anderen Sexualpartnern Ausschau zu halten, in der Hoffnung, ihren unersättlichen sexuellen Appetit zu befriedigen. Deswegen kann diese Krankheit zu Vereinsamung und Depression führen.

Was kann man tun?

Wie bei jeder psychologischen Krankheit sollte man sich von einem Psychologen oder einem Psychiater behandeln lassen. Wenn dieser „klassische“ Weg nicht reicht, kann es die Patientin auch einmal mit Hypnose versuchen. Man muss sich klar machen: Eine Nymphomanin ist krank und leidet in ihrem Alltag unter dieser Prägung.

• Lucia Salomon
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