Sie leidet unter ihrem Bart. Doch dann ändert sie ihre Einstellung und sie bekommt, was sie will

Sie leidet unter ihrem Bart. Doch dann ändert sie ihre Einstellung und sie bekommt, was sie will

Little Bear Schwarz hat das Polyzystisches Ovarialsyndrom - dadurch wächst der 36-Jährigen ein Bart und Brusthaare. Jahrelang versucht sie sich zu verstecken und leidet unter der Tatsache anders zu sein. Doch dann wagt sie einen mutigen Schritt, der ihr Leben verändert...

Little Bear Schwarz aus Seattle ist eine Erscheinung: Die 36-Jährige Frau trägt mittlerweile mit Stolz ihren Vollbart. In einem Interview erzählt sie von ihrer Besonderheit und davon, wie sie ihren Ehemann kennengelernt hat, so berichtet die Dailymail

Bärtige Frau auf der Suche nach Liebe 

Die bärtige Frau Little Bear Schwarz aus Seattle war auf der Suche nach Liebe - ihr jetziger Ehemann offenbart, dass er dachte, dass sie diejenige sein würde, die ihn zurückweisen würde. Die beiden sind ein Jahr lang befreundet, bevor sie auf Facebook einen Aufruf startet, in dem sie Interesse an der Männerwelt signalisiert. Tobias verrät, dass er anfangs sicher war, dass sie ihm auf seine Nachricht nicht antworten würde: "Ich dachte, sie würde mich für merkwürdig halten."

Übermäßiges Haarwachstum seit dem 14. Lebensjahr  

Seit ihrem 14. Lebensjahr leidet Little Bear an dem Polyzystisches Ovarialsyndrom, das unter anderem übermäßiges Haarwachstum verursacht. Zunächst schämt sie sich dafür und verbringt die nächsten 16 Jahre damit, "es zu verstecken", indem sie sich täglich unter der Dusche Brust und Gesicht rasiert, um nicht aufzufallen. 

Jahrelanges Versteckspiel

Little Bear braucht Jahre, um ihr bärtiges Gesicht zu akzeptieren, wie sie erklärt: "Meine jüngeren Jahre waren wirklich schwierig. Ich hatte diesen Bart und niemand konnte mir sagen oder mir helfen, woher es kam." Und weiter: "Niemand sagte mir, dass ich es einfach wachsen lassen könnte, das war zu keinem Zeitpunkt eine Option für mich."

Umzug nach Seattle bewirkt Freiheit  

Mit 31 Jahren zieht sie schließlich nach Seattle und entscheidet sich in ihrem neuen Umfeld, ihren Bart wachsen und stehen zu lassen. Damit stellt sich ein ganz neues Gefühl der Freiheit ein, wie sie sagt: "Ich habe einen Flyer für einen Bartwettbewerb gefunden und dachte, ich könnte da mitmachen. Ich habe an einem Bartwettbewerb teilgenommen und gewonnen."

Liebe trotz ungewöhnlichem Aussehen

Jetzt sei der Bart ihr Markenzeichen, wie sie sagt. Allerdings gibt sie auch zu, dass es schwierig war, jemanden zu finden, der sie wirklich liebt. Little Bear verrät: "Ich hatte bisher keine Probleme, Leute zu finden, aber ich muss sicher sein, dass es jemand ist, der keine Angst hat, mit mir auszugehen."

In einem Post auf Facebook spricht sie schließlich potentielle Interessenten offen an und ihr jetziger Ehemann Tobias reagiert: "Sie war immer eine so echte, liebevolle Person. Sie ist sehr authentisch, sie ist keine Fälschung. Sie ist die Art von Person, die ich kennenlernen möchte."

Schwierigkeiten im Alltag als Paar 

Schließlich traut er sich trotz Nervosität, Little Bear um ein Date zu bitten, ist sich aber zunächst sicher, dass sie ablehnen würde. Tobias erklärt: "Ich dachte, sie würde sagen, 'danke, aber hör du bist gruselig'. Aber es hat dann doch geklickt und wir haben viel Zeit miteinander verbracht."

Das Paar gibt zu, dass es manchmal schwierig ist in der Öffentlichkeit. Little Bear erklärt: "Die Leute starren. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass es keine große Sache ist und dass ich sie einfach ignorieren könnte." Und weiter: "Ich werde angestarrt, ich werde ausgelacht, die Leute versuchen, "diskrete" Fotos von mir zu machen. Und ehrlich gesagt, es tut weh."

Polyamouröses Eheglück trotz Anfeindungen

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Mittlerweile führen die beiden eine polyamouröse Ehe und sind absolut zufrieden damit. Ehemann Tobias sagt, er versuche seine Frau in unangenehmen Situationen so stark wie möglich zu unterstützen, doch das gelingt ihm nicht immer: "Es gibt Zeiten, in denen ihr irgendwelche gruseligen Typen über Social Media Morddrohungen schicken."

Dennoch gibt er nicht auf: "Wenn wir in der Öffentlichkeit sind und sie sich unwohl fühlt, sage ich einfach 'komm her und küss mich'." Er fügt hinzu: "Ich denke, das zeigt dann irgendwie: 'Hey, leg dich nicht mit ihr an, sie ist mit jemandem zusammen.'"  

Maximilian Vogel
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