Löwen-Hunger: Grausiger Fund in Naturreservat in Südafrika

Löwen-Hunger: Grausiger Fund in Naturreservat in Südafrika

Im privaten Wildtierreservat Sibuya in Südafrika haben es Nashornwilderer offensichtlich nicht leicht. Diese Erfahrung mussten jetzt drei Wilderer machen, die es allem Anschein nach auf Nashörner abgesehen hatten.

Wilderer im Wildtierreservat Sibuya in Südafrika können nicht behaupten, nicht vorgewarnt gewesen zu sein. Der Besitzer des Naturreservats hat am 5. Juli von einem grausigen Fund berichtet, den er zwei Tage zuvor gemacht hatte.

Die Reste eines Festgelages

Es handelt sich um die kärglichen Überreste von mindestens drei mutmaßlichen Wilderern, die einem Rudel Löwen zum Opfer gefallen sind. Die Übeltäter waren schwer bewaffnet in das Reservat eingedrungen. Der gefundenen Ausrüstung nach zu schließen, hatten sie es auf die dort lebenden Spitzmaulnashörner abgesehen.

Das Vorhaben der Wilderer muss es gewesen sein, Nashörner zu erlegen, um ihre Hörner zu erbeuten, die auf dem Schwarzmarkt zu Rekordpreisen gehandelt werden.

Kurz noch einmal zur Erinnerung: Ein einzelnes Horn so eines seltenen Nashorns wird je nach Größe zwischen 25.000 und 200.000 Euro gehandelt. Das ist erträglicher als Gold oder Kokain.

Mit Sicherheit eine lehrreiche Lektion

Die mit Äxten und Jagdgewehren mit Schalldämpfern ausgerüsteten Wilderer müssen von dem Rudel überrascht worden sein. Darauf lassen die zerfleischten Überreste schließen, die am Morgen des 3. Juli von den Parkwächtern gefunden wurden.

Nick Fox, der Besitzer des Wildtierreservats erklärt gegenüber der Presse:

„Sie kamen den Löwen in die Quere. Ganz offensichtlich einem großen Rudel. Und konnten nichts mehr tun. Wir wissen nicht genau, wie viele es waren. Es ist nicht viel von ihnen übriggeblieben. Den Kleiderfetzen nach zu urteilen, nehmen wir an, dass sie zu dritt waren.“  

Zwei gute Nachrichten

Wenigstens gibt es zwei gute Nachrichten in diesem Zusammenhang. Erstens sind die Nashörner unversehrt und zweitens gibt es jetzt mindestens drei Wilderer weniger auf dieser Welt.

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Es fallen in Afrika jährlich tausende Nashörner Wilderern zum Opfer. Einzig und allein ihrer Hörner wegen, die von der traditionellen chinesischen und vietnamesischen Medizin sehr gepriesen sind.

Es soll kaum noch 5.000 Spitzmaulnashörner auf dem afrikanischen Kontinent geben, davon vielleicht 1.200 in Südafrika. Dazu kommen an die 20.000 Breitmaulnashörner, 80 Prozent der Breitmaulnashornbevölkerung weltweit.

Zoe Klaus
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