"Kurvenrausch": Modebloggerin fordert mehr Sichtbarkeit für Plus Size

"Kurvenrausch": Modebloggerin fordert mehr Sichtbarkeit für Plus Size

Die Zeit, in der frau sich aufgrund gesellschaftlicher Normen zu dick fühlt, soll endlich vorbei sein. Frauen aller Kurven und Formen sollen in der Mode- und der Medienwelt repräsentiert werden, um zu zeigen, woraus unsere Gesellschaft wirklich besteht... Das fordert jetzt eine Mode-Bloggerin, die keine Unbekannte ist.

Immer mehr Frauen stehen zu ihren Kurven, ihren grauen Haaren und ihren Dehnungsstreifen. Gut so, findet Modelabel-Gründerin Tanja Marfo. Sie hat genug vom gesellschaftlichen Diktat, wie ein Frauenkörper auszusehen hat.

Kurvenrausch in der Mode

Tanja Marfo, Gründerin des Diversity-Modelabels Kurvenrausch hat eine klare Meinung zu Plus Size und eine Vision für die Zukunft der Mode. Die Fashionista und Plus-Size-Bloggerin schämt sich jahrelang, Modeveranstaltungen mit superschlanken Models zu besuchen.

Sie fühlt sich einfach zu dick. Doch damit soll es jetzt vorbei sein: Tanja Marfo will, dass Plus Size normal wird. Die Differenzierung zwischen Plus Size und normaler Konfektionsgröße soll verschwinden. Alle sollen in den gleichen Topf geworfen werden.

Diversität als Spiegel der Gesellschaft

Das bedeutet aber nicht, dass wir ab jetzt nur noch Plus Size Models sehen werden. Tanja Marfo von Kurvenrausch will eine simple Sache erreichen: mehr Diversität! Frauen sehen in der Realität doch auch nicht alle gleich aus, warum also sollten Models alle die gleichen Maße haben?

Mit Kurvenrausch will die Unternehmerin das erreichen:

Ich will in die große weite Welt hinaus und euch und mich dort platzieren, wo wir gesehen werden. Eine einzelne separate Veranstaltung ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß und grenzt uns erneut von allen anderen ab.
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Was bedeutet #Bodypositivity für Dich? Für mich heißt es, dass ALLE Körperformen sichtbar sein müssen - völlig egal, ob dick, dünn, klein, groß, mit Behinderung oder ohne. . Ich spreche mich mittlerweile für alle Menschen aus doch kenne ich die dicke Seite der Story natürlich am besten. Aktuell gebe ich viele Interviews[ Check mal meine Story] und nehme an Paneltalks teil bzw. organisiere sie. In interviews werde ich oft gefragt, was es bedeutet #bodypositive zu sein.. . Für mich fühlt sich diese Frage manchmal an, als müsste ich mein Dasein als dicker Mensch rechtfertigen. Wir alle existieren in allen Formen und Farben und brauchen unbedingt eine echte Vielfalt in der Medienwelt. Sehgewohnheiten ändern, Identifikation schaffen und aufhören in Schubladen zu denken. . Ich danke Medien wie @njoyde @sat.1 und @zdfmediathek @caromatzko dass sie mir ihre Fragen mit bedacht stellen und wirkliches Interesse an einem Austausch haben. Denn oft wird einfach nur in die "Wunde" gepiekt, weil der Interviewer oder Redakteur eine packende Story haben will. 🙄🙄🙃 . Verrate mir was #bodypositivity für Dich bedeutet. Ich freue mich auf eure Definition in den Kommentaren ⬇️ ❤️ Werbung/Credits: Foto @algfotografie Kleid @gatsbylady Location @sidehamburg

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Social Media und Body Positivity

Tanja Marfo scheint dafür den perfekten Kanal gewählt zu haben. Wie yoursclothing.de in einer Body Positivity- Kampagne schreibt, beschäftigen sich in Social Media besonders junge Frauen mit Plus Size und Body Positivity.

Tanja Marfor sagt gegenüber dem Einzelhändler für Mode in großen Größen:

In den 90er Jahren gab es wenig Vorbilder für Plus‑Size-Frauen; das gängige Schönheitsideal war ‘die schlanke, perfekte Frau‘. Heute haben junge Menschen dank Social Media unterschiedliche Vorbilder. Es gibt nicht nur ‘perfekte‘ Frauen, sondern starke Frauen, die älter sind als 40 Jahre und die nicht dem Schönheitsideal von 90-60-90 entsprechen.

Hashtag #

2018 sind die fünf am meisten genutzten Hashtags zum Thema Body Positivity #plussizefashion, #curvy, #bodypositive, #plussize und #selflove. Insgesamt wurden sie um bis zu 50 Prozent häufiger genutzt als jemals zuvor.

Talkwalker

60% der User sind Frauen

Laut yoursclothing.desind es vor allem 18 bis 34 Jährige, die sich der Hashtags bedienen. Dabei wird deutlich, dass das Thema Body Positivity vor allem Frauen interessiert. 60 Prozent der Menschen, die den Hashtag Body Positivity und weitere Hashtags aus dem gleichen Themengebiet verwenden, sind weiblich.

Frauen geht es darum, sich von den Schönheitsnormen der Gesellschaft endlich zu befreien und ein neues Selbstwertgefühl zu entwickeln - Autorin Anuschka Rees geht noch einen Schritt weiter und fordert, dass das Aussehen der Frau endlich egal sein solle!

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Erfahrt mehr über Tanja Marfor und ihr Modelabel in dem Video weiter oben.

Sarah Kirsch
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