Wissenschaftler entsetzt: Geysir spuckt nach 60 Jahren etwas Unfassbares aus

Wissenschaftler entsetzt: Geysir spuckt nach 60 Jahren etwas Unfassbares aus

Im weltberühmten Yellowstone Nationalpark in den USA sind Touristen Zeugen eines unglaublichen Spektakels geworden: Ein Geysir, der zuvor 60 Jahre lang geschlummert hatte, ist mit einem spektakulären Ausbruch wieder erwacht. Und was dabei zum Vorschein kam, schockiert Zuschauer wie Wissenschaftler...

Auf diese Beobachtungen hätten die Parkverantwortlichen des Yellowstone Nationalparks liebend gern verzichtet. Bei ihrem überraschenden Ausbruch schleudert die sogenannte Ear Spring Quelle nicht nur heißes Wasser und Wasserdampf in die Luft, sondern auch ein seltsames Sammelsurium an Dingen, das sich in den sechzig Jahren, in denen der Geysir vor sich hingeschlummert hat, auf seinem Grund angesammelt hat.

„Nachdem der Ear Spring Geysir am 15. September ausbrach, haben unsere Angestellten ein kurioses Sammelsurium von Gegenständen in seiner Umgebung gefunden“, schreibt die Parkverwaltung des Yellowstone-Nationalparks in einer Nachricht in den sozialen Netzwerken. „Einige davon sind eindeutig historisch und werden nun von den Kuratoren inventarisiert und möglicherweise ins Yellowstone-Archiv aufgenommen“, fügt die Parkleitung hinzu. 

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Ein seltsames Sortiment an Dingen

Alte Dosen, ein Betonblock, zerknitterte Aluminiumfolie, eine Tasse, ein Plastiklöffel, Scherben, Zigarettenstummel und vor allem Münzen: Ein ganzes Sammelsurium an Kuriositäten, das eher an eine Müllkippe als an einen Geysir in einem Nationalpark denken lässt, kommt nach dem Ausbruch zum Vorschein. Bei dem Abfall aus mehreren Jahrzehnten ist sogar ein alter Schnuller aus den 30er Jahren dabei.

Die Fundstücke zeugen vor allem von einer zunehmenden Aktivität der warmen Quellen und letzten Endes des darunter brodelnden Supervulkans. Tatsächlich macht sich der Geysir Hill mit seinen zahlreichen Geysiren - darunter auch der Ear Spring Geysir - seit ein paar Jahren wieder bemerkbar. Seit 1995 werden immer wieder Phasen „thermischer Unruhe“ registriert, es bilden sich neue Erdspalten, Risse und Schlammquellen.

Vor kurzem musste aufgrund einer sich neu gebildeten Springquelle, die heißes Wasser aufsteigen ließ, sogar ein häufig begangener Wanderweg vorsorglich von der Park-Verwaltung geschlossen werden, um Unfälle zu vermeiden.  

Die Experten des US Geological Survey (USGS) geben Entwarnung

Die plötzlich zunehmende vulkanische Aktivität und thermische Unruhe der Gegend könnte ein Erwachen des unter dem Nationalpark brodelnden gleichnamigen Supervulkans befürchten lassen. Doch die Experten des US Geological Survey (USGS) geben Entwarnung: „Hydrothermale Veränderungen kommen im Yellowstone Nationalpark häufig vor und sind nicht unbedingt ein Anzeichen für eine vulkanische Aktivität des Yellowstone Vulkans.“

„Es gibt keine Anzeichen für einen bevorstehenden Vulkanausbruch“, fügen die Experten des USGS noch hinzu. „Es gibt weder Anzeichen für eine unmittelbar bevorstehende Eruption des Vulkans noch auf eine steigende magmatische Aktivität im Untergrund.“

Ein ökologischer Fußabdruck des Menschen

Noch entfesselt die Natur im Yellowstone Nationalpark ihre Kräfte nur oberflächlich. Doch die Dinge, die bei dem Ausbruch des Ear Spring Geysirs zum Vorschein kamen, erinnern daran, wie schwer der ökologische Fußabdruck des Menschen auf der Umwelt lastet. Eine traurige Bilanz, die sich die Park-Verwaltung gern erspart hätte.

„Fremdkörper können die heißen Quellen und Geysire beschädigen. Bei der nächsten Eruption des Ear Spring Geysirs hoffen wir, dass nur noch Wasser und natürliches Gestein herausfliegen“, warnen die Park-Verantwortlichen und erinnern die Besucher und Touristen noch einmal daran, keinen Abfall oder anderes in die heißen Quellen zu werfen: „Auch Sie können dazu beitragen, indem sie nichts in die hydrothermalen Quellen des Yellowstone Nationalparks werfen.“

• Sophie Kausch
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