Netflix-Hit "Yara": Film basiert auf verstörender, wahrer Geschichte

Ein Mädchen das einfach verschwindet und ein Mann der sein Unschuld beteuert, obwohl alle Spuren zu ihm führen. Ein Netflix-Film, die auf wahren Begebenheiten basiert und es in sich hat.

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Die Geschichte des Films Yara, der am 5. November auf Netflix erschienen ist, hat sich tatsächlich in Italien im Jahr 2011 so ereignet. Das beunruhigende Verschwinden eines jungen Mädchens, das einige Wochen später erstochen aufgefunden wird, führt zur größten DNA-Sammlung, die je in diesem Land durchgeführt wurde.

Der Mord an Yara Gambirasio

Unter der Regie von Marco Tullio Giordana, der 2003 bei den Filmfestspielen von Cannes ausgezeichnet wurde, ist der Film von einem schrecklichen Ereignis inspiriert.

Am 26. Dezember 2010 verlässt Yara Gambirasio, ein 13-jähriges italienisches Mädchen, das Sportzentrum, in dem sie Gymnastik trainiert. Sie verschwindet, obwohl sie nur 700 Meter von ihrem Zuhause entfernt wohnt.

Leiche wird gefunden

Drei Monate später, am 26. Februar 2011, wird die verweste Leiche des Teenagers auf einer Brachfläche in Chigno la d'Isola gefunden. Die Autopsie ergibt Schnittwunden am Körper und eine große Kopfwunde. Sie stirbt an den Folgen ihrer Verletzungen durch Kälte und Erschöpfung.

Blutstropfen werden auf ihrer Kleidung gefunden und sollen helfen, den Mörder zu finden. Da es keinen Hauptverdächtigen und keine Zeugen gibt, fordert der Staatsanwalt die Ermittelnden auf, von allen Bewohnern des Dorfes DNA-Proben zu nehmen.

Insgesamt werden laut L'Express fast 18.000 Proben vergleichend zu den Blutstropfens des Mädchens analysiert. Die Ermittlungen führen zu einem Mann: Massimo Bossetti, ein Maurer ohne Vorstrafen.

Wer ist Massimo Bossetti?

Sofort nach seiner Verhaftung behauptet Massimo Bossetti unschuldig zu sein. Und das, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass er der Mörder ist, laut DNA-Übereinstimmungen 99,999987 % beträgt.

Warum ist dann aber sein Blut auf Yaras Kleidung zu finden? Das lege daran, dass er regelmäßig unter Nasenbluten leide, verteidigt sich der Mann. Die Werkzeuge, die die Spuren auf ihrem Körper hinterlassen haben, würden zwar ihm gehören, seien ihm aber gestohlen worden.

True Crime vom Allerfeinsten

Ein Zufall, der nach Ansicht der Richter nicht glaubwürdig ist. Am ersten Juli 2016 verurteilt ihn das Gericht von Bergamo zur lebenslangen Freiheitsstrafe. Zwei Jahre später bestätigt der Gerichtshof das Urteil. Dennoch beteuert er auch heute noch seine Unschuld.

Aus diesem Grund haben die Anwälte von Massimo Bossetti im November 2019 eine Überprüfung der DNA-Beweise beantragt - dieser Antrag wird im Januar 2021 angenommen. Es ist also ein spannender Prozess, den man verfolgen sollte... in der Zwischenzeit solltet ihr euch unbedingt den Film auf Netflix ansehen.

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