Bildungsministerin Karin Prien will gendergerechte Sprache an Schulen verbieten

Am Freitag wird sie als Teil von Unionskanzlerkandidat Armin Laschets "Zukunftsteam" vorgestellt: Die Kieler Bildungsministerin Karin Prien will eine gendergerechte Sprache an Schulen verbieten.

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Keine Diskussion regt die Gemüter so sehr auf wie die feministische Forderung, alle Geschlechter in die Sprache aufzunehmen. Gerade in der Politik wird das Thema kontrovers diskutiert - und das von Links nach Rechts!

Erneut entfachte Diskussion

Neues Salz in die Wunde streut jetzt Karin Prien, die Bildungsministerin von Schleswig-Holstein. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, spricht sich die CDU-Politikerin gegen eine Nutzung von Binnen-I und Gendersternchen an Schulen aus.

Sie beruft sich dabei auf die Regeln des Rates für Deutsche Rechtschreibung und sagt gegenüber den Lübecker Nachrichten: "Gendersternchen, Binnen-I und Unterstrich sind in der Schule grundsätzlich nicht gestattet."

Gendersprache als Kulturkampf

Für sie würde das Thema Gendersprache immer mehr zum Kulturkampf werden, das sagte die Politikerin im Interview mit den Kieler Nachrichten. Mit ihrer Aussage bezieht sie sich damals auf den Fall einer Lehrerin aus Kiel, die in Klassenarbeiten das Binnen-I ergänzt habe.

Rückenwind bekommt die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur auf Facebook von dem Katholischen Arbeitskreis der CDU in Sachsen. Doch in den sozialen Medien gibt es auch viele Gegenargumente zu Priens Forderung.

Warum die Debatte ums Gendern eigentlich längst schon gegessen sein sollte, erklären wir euch im Video!