Corona: Gehirne von Säuglingen von Pandemie beeinträchtigt

Säuglinge, die während der Pandemie geboren wurden, schneiden bei Tests zur Motorik und Kommunikation schlechter ab als solche, die vor der Pandemie geboren wurden.

Wie viele Kinderärzt:innen bereitet sich Dani Dumitriu auf die Auswirkungen des Coronavirus auf ihre Patient:innen vor, als das Virus in ihrer Abteilung auftaucht. Sie ist erleichtert, als es den meisten Neugeborenen im Krankenhaus in New York, die dem Covid-19 ausgesetzt sind, sehr gut zu gehen scheint.

Beeinträchtigungen bei Neugeborenen

Doch schon bald zeigen sich Hinweise auf einen subtileren und schleichenden Prozess, nachdem sie die Ergebnisse von Motorik- und Kommunikationstests von Babys, die vor und während der Pandemie geboren wurden, vergleicht.

Tatsächlich schneiden die während der Pandemie geborenen Säuglinge bei Tests zur Grobmotorik, Feinmotorik und Kommunikation im Durchschnitt schlechter ab als die davor geborenen (beide Gruppen werden von ihren Eltern mithilfe eines festgelegten Fragebogens bewertet).

Es spielt keine Rolle, ob ihre biologischen Eltern mit dem Virus infiziert waren oder nicht: Es scheint etwas mit der Pandemie selbst zu tun zu haben. Dani Dumitriu ist fassungslos: "Wir sprechen hier von Hunderten von Millionen Babys", betont sie gegenüber der Zeitschrift Nature, die ihre Aussage wiedergibt.

Mehr Stress während der Schwangerschaft, weniger Interaktionen

Auch wenn Kinder in der Regel bei einer Ansteckung mildere Symptome haben, legen vorläufige Forschungsergebnisse nahe, dass der mit der Pandemie verbundene Stress in der Schwangerschaft bei einigen Kindern die Entwicklung des Gehirns negativ beeinflussen könnte.

Auch könnten erschöpfte Eltern, Erziehungsberechtigte und Gesundheitspersonal weniger oder anders mit ihren Kleinkindern interagieren: in einer Weise, die ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten beeinträchtigen könnte.

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