Erster Schritt für Prostitutionsverbot: Der Sexkauf von Schwangeren und Frauen unter 21 Jahren soll verboten werden

Der Frauen-Union der CDU geht es nicht weit genug, dass Zwangsprostitution in Deutschland verboten ist. Annette Widmann-Mauz, die Vorsitzende der Union, verkündet, dass diese sich für ein Verbot von Prostitution starkmachen möchte.

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Um nicht nur die Zwangsprostitution zu verbieten, sondern auch Prostitution zu bekämpfen, schlägt die Frauen-Union einen ersten konkreten Schritt vor: das Verbot, Schwangere und Frauen unter 21 Jahren zum Sex zu kaufen. Außerdem solle die Bestrafung von Freier:innen erweitert werden.

Prostitution verbieten

Diesen Samstag wird die Frauen-Union sich auf ihrem digitalen Bundesdelegiertentag mit diesem Thema beschäftigen, wie es auf tagesschau.de heißt. In Deutschland ist Prostitution unter bestimmten Bedingungen möglich. Seit 2002 haben Prostituierte Zugang zur Sozialversicherung.

Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland nimmt Widmann-Mauz den Staat in die Verantwortung. Für sie stellt sich die Frage, ob der Saat den Körper und die Würde von Frauen zur legalen Ware machen dürfe.

Der Weg aus der Prostitution

Selten seien Frauen freiwillig Prostituierte und auch im angemeldeten Bereich würden Frauen "erniedrigt, gedemütigt und entwürdigt - und das ist durch ein Gesetz auch noch rechtlich abgesichert".

Ein wichtiger Schritt sei es, Frauen, die aus Milieu ausbrechen wollen, besser zu unterstützen, so die CDU-Politikerin. Traumata, gesundheitliche und psychologische Probleme verlangten nach Betreuung:

Manche Prostituierte sind auch drogenabhängig. Es braucht daher sehr individuelle Konzepte und Angebote für neue berufliche Perspektiven.

Warum ein Prostitutionsverbot für Sexarbeiter:innen sogar gefährlich sein kann, erklären wir dir im Video.