Fachleute bilden interdisziplinäre Allianz, um sich gegen die nächste Pandemie vorzubereiten

Seit anderthalb Jahren hält die Corona-Pandemie uns fest im Griff. Obwohl Klimatologen und Klimatologinnen seit Jahrzehnten auf die Gefahr durch den Klimawandel hingewiesen haben, traf sie uns unvorbereitet. Das soll sich für die Zukunft ändern.

"Vorbereitung für die nächste Pandemie": So arbeiten Fachleute zusammen, um beim nächsten Mal vorbereitet zu sein
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Deswegen tun sich jetzt Unternehmen, Forscher und Forscherinnen zusammen, um für die nächste Pandemie vorbereitet zu sein. Besondere Beachtung finden dabei Aerosole, denn durch sie wird das Coronavirus übertragen - Kinder stoßen übrigens deutliche weniger davon aus als Erwachsene!

Offene Fragen

Doch abgesehen davon sind viele Fragen noch offen, wie Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann vom Helmholtz Zentrum München gegenüber RND.de erklärt: "Welche Rolle spielt zum Beispiel die Temperatur? Welchen Einfluss hat UV-Strahlung? Das wissen wir noch nicht genau."

Um solche und ähnliche Fragen beantworten zu können, vor allem aber, um herauszufinden wie Viren in Aerosolen gefunden und vernichtet werden können, hat die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren eine Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen verkündet.

Zusammenarbeit im großen Stil

Mit sechs Millionen Euro ausgestattet, sollen Virolog:innen, Aerobiolog:innen, Internist:innen, Ingenieur:innen und Physiker:innen zusammenarbeiten. Auch rund 30 Unternehmen sind an dem Projekt beteiligt. Damit soll bezweckt werden, dass die entwickelte Technik schnell umgesetzt werden kann.

Erste Techniken gibt es bereits. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wurde der sogenannte Aerobuster erfunden. Er soll Coronaviren und auch andere Krankheitserreger aus der Raumluft inaktivieren.

Wie genau das Gerät funktioniert und welche weiteren Apparaturen für den Kampf gegen das Coronavirus geplant sind, erfahrt ihr im Video.