Frankreich mit beunruhigender Bilanz: Immer mehr Säuglinge erkranken an Covid-19

Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht besiegt, denn vor allem die Delta-Variante bereitet aktuell große Sorgen. Es infizieren sich nämlich immer mehr Säuglinge und müssen deswegen ins Krankenhaus.

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Unser Nachbarland Frankreich befindet sich aktuell mitten in der vierten Corona-Welle, ausgelöst durch die Delta-Variante, die für die meisten Fälle verantwortlich ist. Und die Sorge steigt, denn unter den hospitalisierten Patienten sind mittlerweile viele Säuglinge.

Dr. Philippe Babe, Leiter der Kindernotaufnahme des Lenval-Krankenhauses in Nizza erklärt in einem Interview gegenüber dem Magazin Nice Matin, dass in der vergangenen Woche allein zwölf Säuglinge mit einer Covid-Infektion in das Krankenhaus eingeliefert wurden.

Ungeimpfte Eltern infizieren ihre Kinder

Nach Einschätzungen des Mediziners wurden diese Säuglinge meist von einem Elternteil angesteckt, das nicht geimpft und selbst Covid-positiv war.

Aus diesem Grund rufen die Experten nun einmal mehr Eltern aber auch werdende Eltern auf, sich impfen zu lassen, um ihr Baby zu schützen. Denn nichts Wichtiger als die Gesundheit seines eigenen Nachwuchses.

Die Delta-Variante verbreitet sich bei den Kindern

Derartige Infektionen von Säuglingen wurden vor Auftreten der Delta-Variante nicht beobachtet. Gegenüber dem französischen Sender BFMTV erklärt Dr. Babe:

Während der ersten Welle war es hier in der Notaufnahme leer, wir hatten überhaupt keine Kinder hier. Jetzt, seit Juli, explodiert es.

Meistens haben die Babys Fieber und müssen für vier bis sechs Tage unter Beobachtung gestellt werden. Auch wenn die Entwicklung gut ist, dürfe man die Augen vor den Risiken für Kleinkinder und Säuglinge nicht verschließen, denn diese seien durch die Delta-Variante stärker gefährdet denn je.