Kampf ums Überleben: Wissenschaftler:innen hoffen auf neuen Impfstoff, um Koalas zu retten

Nicht erst seit den verheerenden Buschbränden von 2019 kämpfen die australischen Koalas ums Überleben. Schon zuvor ist ihr Bestand stetig geschrumpft, da sich unter ihnen seit Jahren eine sexuelle übertragbare Krankheit ausbreitet.

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Sämtliche Behandlungen und Vorsorgemaßnahmen, um die Koalas vor der weiteren Ausbreitung von Chlamydien zu beschützen, sind fehlgeschlagen. Deswegen werden jetzt im Rahmen einer Studie 400 Koalas geimpft, wie Bild.de berichtet.

Chlamydie setzen der bedrohten Art zu

Die an der Studie beteiligten Forscher:innen erhoffen sich durch die Impfung, dass das langfristige Überleben und die Fortpflanzung der Tiere gesichert werden, denn die Tiere sind vom Aussterben bedroht. Chlamydien breiten sich seit mehreren Jahren unter den Koalas aus.

In einigen Gebieten Australiens sind bereits mehr als die Hälfte der Tiere betroffen. Die sexuell übertragbare Krankheit sorgt bei den kuscheligen Tierchen für schmerzhafte Harnwegsinfektionen und kann unfruchtbar machen.

Antibiotika mit unangenehmen Nebenwirkungen

Zwar können die Bakterien häufig mit Antibiotika behandelt werden, aber die Therapie kann sich negativ auf die Verdauung der Koalas auswirken. Die Impfung soll die Verabreichung von Antibiotika unnötig machen.

Wie beim Menschen werden Chlamydien sexuell übertragen, doch die Forscher:innen sind sich auch sicher, dass die Krankheit von den Muttertieren auf ihren Nachwuchs übertragen werden. Deswegen erhalten die Koalas jetzt jeweils eine Dose des Impfstoffes und werden im Anschluss - mit einem Mikrochip versehen - wieder in die Wildnis entlassen.

Weitere Infos im Video.

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