Krankenhausaufenthalt: Immer mehr eingelieferte Personen werden positiv auf Corona getestet

Immer weniger Patient:innen kommen wegen Corona ist Krankenhaus. Sie haben andere Beschwerden und werden dann positiv getestet. Trotzdem gehen sie dann als Corona-Patient:innen in die Statistik ein.

Das ist problematisch, denn dadurch, dass in vielen Bundesländern nicht unterschieden wird, ob Menschen wegen oder mit Corona ins Krankenhaus kommen, gibt es Ungenauigkeiten in der Datenerfassung.

Ungenau Daten

Ungeachtet der eigentlichen Ursache für den Krankenhausaufenthalt gehen alle diese Patient:innen in die Daten für die 7-Tage-Inzidenz mit ein. Das zeichnet eine dramatischere Situation als es tatsächlich ist, laut Bild.de. Das Robert Koch-Institut macht sich trotz der Ungenauigkeiten die Mühe, aus sämtlichen übermittelten Daten den "Hospitalisierungswert" zu errechnen.

Die ungenaue Datenerfassung wird seitens der Grünen durch Dieter Janecek kritisiert. Er sagt gegenüber Bild: "Es macht natürlich einen großen Unterschied, ob Menschen aufgrund oder bereits mit einer Infektion ins Krankenhaus kommen."

Deutliche Zahlen

Die neue Corona-Situation macht sich in den einzelnen Bundesländern bemerkbar. In Rheinlandpfalz sind in den letzten zwei Wochen 44 Prozent der gemeldeten Corona-Fälle wegen des Virus dort, ganze 56 Prozent der Fälle sind ursprünglich aus einem anderen Grund dort.

Im Saarland ist nur jeder vierte gemeldete Fall auch wegen Corona ins Krankenhaus gekommen. Im Dezember ist es noch jeder Zweite gewesen. In Bremen liegt der Einweisungsgrund wegen Corona bei 40 Prozent. Bei den restlichen 60 Prozent der Corona-Fälle wurde die Infektion erst vor Ort nachgewiesen.

Doch wie kann es sein, dass immer mehr Menschen mit Corona infiziert sind, aber wegen anderer Krankheiten und Beschwerden ins Krankenhaus kommen? Mehr dazu im Video.

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