Über 150 Tiere: Ex-Soldat evakuiert Tierheim aus Afghanistan

Nicht ihrem Schicksal überlassen: Ein britischer Ex-Soldat rettet über 150 Katzen und Hunde aus dem Krisenland Afghanistan. Doch löst seine Aktion auch Kontroversen aus.

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Die Situation in Afghanistan ist weiterhin ungewiss, viele Menschen wollen weiterhin fliehen, obwohl zahlreiche Rettungsaktionen vorzeitig abgebrochen werden mussten aufgrund der Terrorgefahr vonseiten der Taliban.

So auch jene der deutschen Bundeswehr. Aber auch die Briten sind bereits abgezogen. Der britische Ex-Soldat Paul Farthing ist jedoch zurückgeblieben und startet eine Kampagne zur Evakuierung von Hunden und Katzen.

Evakuierung eines Tierheims

In Kabul, der Hauptstadt Afghanistans, hat Farthing ein Tierheim gegründet mit zahlreichen Hunden und Katzen. Um diese nicht ihrem Schicksal zu überlassen, kontaktiert er die britische Regierung.

Und am Montag ist es soweit. Nach anfänglichem Zögern willigt die Regierung ein und ein Charterflugzeug landet am Flughafen in Heathrow. Mit an Bord: über 150 Hunde und Katzen, die aus Afghanistan evakuiert wurden. Die Mitarbeiter hingegen durfte Farthing nicht mitnehmen.

Die Aktion lief unter dem Namen "Operation Ark" (Operation Arche) über die Organisation Nowzad. Diese bestätigt auch der BBC die erfolgreiche Rettungsaktion, so der Tagesspiegel.

Über 150 Katzen und Hunde konnten aus Afghanistan gerettet werden. Mimzy@Pixabay

Kontroverse entsteht

Doch löst diese Aktion auch gemischte Gefühle unter der britischen Bevölkerung aus. Aus Zeitgründen konnten über Tausend Menschen nicht evakuiert werden, die sich noch hätten retten wollen, da Großbritannien am Wochenende die Rettungsaktionen beendet hatte.

Zudem gibt es Gerüchte, als hätte der Ex-Soldat die britische Regierung unter Druck gesetzt, die Aktion möglich zu machen. Wie genau es gelaufen ist, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Eines ist sicher: Es gibt auf jeden Fall schon genügend Menschen, die sich für eine Adoption der geretteten Tiere interessieren.