Zahlreiche Lehrer:innen kündigen wegen verunglimpfenden TikTok-Trends

Nachdem sie von Kindern in ihren TikTok-Videos fälschlicherweise als Pädophile bezeichnet wurden, kündigen viele Lehrer:innen ihren Job.

Berichten zufolge kündigen Lehrer:innen ihren Job, nachdem Schüler:innen sie in TikTok-Videos fälschlicherweise als Pädophile bezeichnet haben. Auf der beliebten Social-Media-Plattform TikTok gibt es einen landesweiten Trend zum Lehrer-Bashing, der Schüler dazu veranlasst, ihre Lehrer:innen in Videos mit abfälligen Kommentaren zu belegen.

In diesen beleidigenden Videos sind Schüler:innen zu sehen, die Pädagog:innenen des Ehebruchs und der Pädophilie bezichtigen, um sie zu beschimpfen.

Berichten zufolge haben viele Lehrer:innen aufgrund dieser Tendenzen ihren Job gekündigt. Dies hat die Lehrergewerkschaften dazu veranlasst, Maßnahmen gegen TikTok und die Konten zu ergreifen, die solche Inhalte veröffentlichen.

Nachdem eine Reihe beleidigender Bilder in den sozialen Medien kursierten, forderten Schulen in Dumbarton, Schottland, die Eltern auf, die Handys ihrer Kinder zu kontrollieren.

Gewerkschaften wütend über Missbrauch von Lehrer:innen

Schüler:innen der Cwmtawe Community School in Wales mussten die Polizei rufen, als ein Meme fälschlicherweise behauptete, einer ihrer Lehrer sei ein Krimineller.

Schüler:innen der de Ferrers Academy in Burton haben heimlich Lehrer:innen im Unterricht fotografiert, um sie in "sexualisierten" Filmen zu zeigen. All diese Vorfälle haben die Lehrpersonen so gedemütigt, dass sie ihren Job aufgeben mussten. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob Unternehmen wie TikTok solche Videos unterstützen?

Die Jugendlichen teilen diese Videoclips mit Hilfe von Hashtags, die es TikTok-Nutzer:innen ermöglichen, nach solchen Themen zu suchen. Die App verwendet einen Vorschlagsalgorithmus. Wenn man also nach #paedo sucht, schlägt der Algorithmus #paedoteacher vor. So kommentierte Dr. Patrick Roach, der Generalsekretär der Lehrergewerkschaft NASUWT:

Wenn es Beweise dafür gibt, dass Unternehmen wie TikTok aktiv den Missbrauch von Lehrer:innen fördern oder dazu anstiften, ist dies völlig inakzeptabel und die Regierung muss unverzüglich Maßnahmen ergreifen.
Es gibt einfach keine Entschuldigung für den Missbrauch von Lehrer:innen, deren Leben durch das Posten bösartiger Inhalte auf diesen Social-Media-Plattformen ruiniert wird.

Dringende Maßnahmen erforderlich

Wenn man bedenkt, wie die Lehrpersonen und Gewerkschaften auf diesen Trend reagiert haben, ist es wichtig, den Konflikt zu verstehen und zu lösen. Den Schulen zufolge reagierte TikTok nicht auf die Aufforderung, die Behauptungen umgehend zu entfernen.

Aufgrund der verzögerten Reaktionen des Unternehmens nahmen viele Eltern die Telefone ihrer Kinder mit in die Schule, damit die Lehrkräfte ihre eigenen Nachforschungen anstellen konnten.

Außerdem erklärte die größte schottische Lehrergewerkschaft, sie werde alle Möglichkeiten ausloten, um ihre Mitglieder vor Belästigungen zu schützen, und hat die lokalen Behörden aufgefordert, einzelne Vorfälle von der Polizei untersuchen zu lassen.

TikTok sagt jedoch, dass es viele Videos mit bildungsfeindlichen Inhalten entfernt und sogar Konten gesperrt hat, die solche unangemessenen Videos veröffentlichen.

Es ist auch davon auszugehen, dass sie neue, schnellere Technologien einsetzen, um solches missbräuchliches Material besser zu erkennen und dagegen vorzugehen.

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