Sie nutzt Feuchtigkeitscreme: Kurz darauf muss sie wegen einer Vergiftung ins Krankenhaus
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Sie nutzt Feuchtigkeitscreme: Kurz darauf muss sie wegen einer Vergiftung ins Krankenhaus

Eine amerikanische Frau aus Sacramento (USA) kommt im Juli ins Krankenhaus. Der Grund dafür?Ein ganz normales Schönheitsritual, dem viele Frauen nachgehen dürften.

Eine 47-jährige Frau und fünffache Mutter kommt im Juli in die Notaufnahme und klagt über ein Taubheitsgefühl in Händen und Füßen. Außerdem hat sie Schwierigkeiten beim Sprechen und Gehen. Der Grund dafür? Ein bestimmtes Beautyprodukt.

Vergiftung mit Quecksilber

Gemäß KCRA-TV trägt die Frau Vergiftungserscheinungen vomin ihrer Anti-Falten-Creme enthaltenen Quecksilber davon. Die Creme hatte sie aus Mexico City.

Gemäß Olivia Kasirye, einer Amtsärztin des Bezirks Sacramento, stammt die Vergiftung der Frau von einem Schönheitsprodukt mit dem Inhaltsstoff Methylquecksilber, der giftigsten Form von Quecksilber.

Laut Kasirye handelt es sich dabei in der Geschichte der USA um die erste Vergiftung mit dieser Art von Quecksilber, die von einer Gesichtscreme hervorgerufen wird. Besonders gefährlich ist die Tatsache, dass die Creme aus Mexiko City stammt. "Wir wissen nicht, ob das Quecksilber absichtlich oder aufgrund eines Fehlers hinzugefügt wurde", so Olivia Kasirye in einem Beitrag auf CBS.

Kontakt mit Methylquecksilber

Besonders, wenn wir Fisch essen, sind wir alle regelmäßig dem Stoff Methylquecksilber ausgesetzt. In hohen Dosen ist Methylquecksilber für unser zentrales Nervensystem sehr gefährlich. Besonders gilt die Gefahr für schwangere Frauen, da die Entwicklung des Kindes beeinträchtigt werden kann. Die meisten Frauen werden aber wissen, dass sie während der Schwangerschaft auf bestimmte Dinge sowieso lieber verzichten sollten.

Aber bedeutet dies, dass wir keinen Fisch mehr essen sollten? Nein, denn so äußerst sich die Agentur für Lebensmittel-, Umwelt- und Arbeitsgesundheit und -sicherheit (ANSES): "Angesichts der Vorzüge von Fischverzehr für die Ernährung hat die Agentur das Risiko dieser Substanz evaluiert, um herauszufinden, wie oft Fisch gegessen werden kann, ohne ein Gesundheitsrisiko darzustellen."

Fisch ist eine ausgezeichnete Quelle für essentielle Fettsäuren und Eiweiße (natürlich gibt es aber auch andere Lebensmittel, die voller Proteine stecken), weshalb die ANSES empfiehlt, zwei Mal pro Woche Fisch zu essen und dabei bei den Fischarten zu variieren. In Sonderfällen, wie bei schwangeren Frauen und Kindern unter 30 Monaten, empfiehlt die Agentur, den Fischverzehr von Fischen mit einem hohen Methylquecksilbergehalt zu vermeiden. Zu diesen Fischarten zählen Schwertfisch, Marlin und Haie. Der Verzehr von Fisch, bei dem "die Gefahr einer hohen Kontaminierung" besteht, sollte bei schwangeren Frauen auf 140 g pro Woche und bei Kindern unter 30 Monaten auf 55 g pro Woche reduziert werden.

Von Simone Haug

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