In Polen eröffnet ein neues Museum, aber nur für Erwachsene

In Polen eröffnet ein neues Museum, aber nur für Erwachsene

In Warschau hat jetzt ein Museum eröffnet, das alles andere als normal ist. Es würdigt die 500-jährige Geschichte eines edlen Tropfens, auf den unsere polnischen Nachbarn besonders stolz sind. Doch aufgepasst: Nur Erwachsene dürfen die Ausstellung auch betreten. 

Am 12. Juni 2018 wurde im Warschauer Viertel Praga feierlich das Polnische Wodka-Museum eröffnet. Auf dem Gelände und in den Werkhallen der seit dreißig Jahren stillgelegten ehemaligen Brennerei, der im 19. Jahrhundert gebauten Wodkafabrik Koneser entstand das „Muzeum Polskiej Wodki” - zu Deutsch „Museum des Polnischen Wodkas”.

Laut Andrezj Szumowski, dem Präsidenten der „Vereinigung Polnischer Wodka“ und Vorsitzenden der Stiftung des Museums handelt es sich hier um „das erste dem polnischen Wodka gewidmete Museum auf Erden“. Und er fügt hinzu: „Unser Museum würdigt die Geschichte der polnischen Wodka-Produktion, eine Geschichte, die auf mehr als 500 Jahre Tradition zurückblickt“.  

In fünf Bereichen werden die Besucher des Museums mit der Entwicklung des Wodkas im Laufe der Jahrhunderte vertraut gemacht. Von den geheimnisumwitterten Anfängen des Wodkas und seinen medizinischen Zwecken in Polen zur Zeit der Mönche und Alchimisten über die Industrialisierung und den Kommunismus bis heute. So entdecken die Besucher wie das polnische Nationalgetränk im Laufe der Jahrhunderte hergestellt und konsumiert wurde.

Strenge Kriterien, um die Bezeichnung „Polnischer Wodka“ zu verdienen

Die Bedingungen für die Bezeichnung Polnischer Wodka haben sich seit dem Beitritt Polens 2004 zur Europäischen Union drastisch verschärft. Um die Bezeichnung tragen zu dürfen, muss das Getränk im Land selber und ausschließlich aus heimischen Kartoffeln und heimischem Weizen, nach traditionellen polnischen Rezepten und unter strenger Einhaltung polnischer Normen hergestellt worden sein.

Um auf die Ursprünge des Wodkas zurückzukommen, Andrezj Szumowski versichert, dass das Getränk ursprünglich aus Polen und nicht aus Russland stammt. „Polen ist die Wiege des Wodkas.Wir haben das Brennen mit dem Alambik von den westlichen Ländern gelernt. [...] In Russland wurde Wodka erst 100 Jahre später Nationalgetränk“, erklärt der Präsident der Vereinigung Polnischer Wodka.  Polen wissen sogar, wie sie den Wodka im Haushalt einsetzen.

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Um die Herstellungsmethoden des beliebten polnischen Nationalgetränks zu entdecken, bietet sich jetzt ein Besuch des ersten ihm ganz gewidmeten Museums an. Der Eintritt kostet 10 Euro, doch bleibt Minderjährigen verwehrt. Es sei denn, sie kommen in Begleitung eines Erwachsenen.

 

Zoe Klaus
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