Politische Premiere: Zwei Frauen an der Macht, Deutschland leitet EU-Kommission

Politische Premiere: Zwei Frauen an der Macht, Deutschland leitet EU-Kommission

Ursula von der Leyen soll Vorsitzende der EU-Kommission werden, und die Französin und ehemalige Leiterin des Internationen Währungsfonds (IWF) Christine Lagarde wurde zur Vorsitzenden der Europäischen Zentralbank ernannt.

Künftig werden zwei einflussreiche Posten in der EU von Frauen besetzt. Die Französin Christine Lagarde, die bisher Vorsitzende des Internationalen Währungsfonds (IWF) war, wird die Leitung der Europäischen Zentralbank (EZB) übernehmen.

Und an der Spitze der EU-Kommission wird von jetzt an Ursula von der Leyen stehen. Die 60-Jährige übernimmt die Nachfolge von Jean-Claude Juncker für die Leitung einer der wichtigsten EU-Institutionen.

Es ist nicht nur das erste Mal, dass die Leitung der Kommission Deutschland zuteil wird, sondern auch das erste Mal seit der Gründung der Europäischen Union, dass eine Frau diese Aufgabe übernimmt.

Eine starke und umstrittene Botschaft

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„Ich fühle mich geehrt, für die Leitung der EZB nominiert worden zu sein", schreibt Christine Lagarde auf ihrem Twitter-Account. In den sozialen Netzwerken teilen viele politische Größen ihre Freude über diese Neuigkeit. „Nicht nur zwei Kompetenzen, sondern auch zwei Frauen! Bravo, welch eine Effizienz und Symbolhaftigkeit", twittert Rafik Smati, Vorsitzender der Bewegung Obectif France. „Ich freue mich sehr über die Nominierung von Ursula von der Leyen zur Leiterin der EU-Kommission. Eine zweite Männerdomäne wird von einer Politikerin gestürmt, die zeigt, dass sich Privat- und Familienleben sehr wohl mit einem beruflich erfolgreichen Werdegang vereinen lassen. Was für ein Vorbild!" schreibt die französische Politikerin Valérie Pécresse.

Die Internetnutzer sind allerdings nicht alle dieser Meinung: Auch wenn viele die Nominierung von zwei Frauen als Fortschritt anerkennen, sehen sie dahinter doch auch politische Tricks von Frankreich und Deutschland.

Lea Pfennig
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