Regenbogen: Alles, was man wissen muss über die Farben am Himmel

  • Der Regenbogen ist ein optisches und meteorologisches Phänomen, bei dem sich Sonnenstrahlen in Regentropfen brechen
  • Das Licht wird gespiegelt, gebrochen und gestreut. Das sorgt für das Spektakel an unzähligen Farben
  • Man sieht Regenbögen am häufigsten morgens und spätnachmittags, abends
  • Regenbögen können überall entstehen, sogar an der Arktis
  • Je nach Begebenheiten kann das Phänomen mehr oder weniger stark ausgeprägt zu sehen sein

Der Regenbogen gehört wohl zu einer der schönsten optischen und meteorologischen Phänomenen, die man sich anschauen kann. Seine Farben sind schön bunt und er entsteht recht schnell, sobald die Faktoren passend sind. Doch wer weiß denn wirklich schon alles über dieses tolle Phänomen?

Habt ihr schon einmal einen Regenbogen gesehen? Dieser mehrfarbige Bogen, der am Himmel erscheint, sobald gleichzeitig die Sonne scheint und es regnet, ist einfach faszinierend. Die meisten antworten auf die Frage mit "Ja", aber wen wundert's! Das kommt daher, dass dieses Phänomen sehr häufig zu sehen ist. Viele wissen, dass der Regenbogen ein optisches Phänomen ist, das mit der Spiegelung, der Brechung und der Streuung der bunten Strahlen, die sich in den Regentropfen brechen, zu tun hat. 

Hier eine Liste der 10 unglaublichen Fakten, die viele nicht kennen:

1) Man kann nicht alle Farben des Regenbogens sehen

Der Regenbogen beinhaltet ein Spektrum an kontinuierlichen Farben, die sich von rot (außen) bis zu lila (innen) erstrecken. Je nach Kultur glaubt man, dass er zwischen drei und neun Farben hat. In der westlichen Welt, zählen zu den Farben des Regenbogens sieben verschiedene: rot, orange, gelb, grün,blau, indigoblau und lila. Aber das ist nur ein kleiner Teil der vorkommenden Farben. Denn eigentlich hat der Bogen unendlich viele Farben (genauer gesagt, Wellenlängen), mehr als eine Millionen sorgen für eine Abstufung. 

Nichtsdestotrotz gibt es einige, die für das menschliche Auge nicht zu erfassen sind und andere sind den anderen Farben zu ähnlich, als dass man sie direkt erkennen könnte. Das ist die Erklärung, warum wir nur eine begrenzte Anzahl an Farben sehen.

2) Zwei Menschen sehen niemals den gleichen Regenbogen

Selbst wenn zwei Personen nebeneinander stehen, so sehen sie doch nie den gleichen Regenbogen. Warum? Weil die Regentropfen, durch die das Licht gebrochen wird, in ständiger Bewegung sind. Ihr Aussehen verändert sich ebenfalls und die Lichtstrahlungen treffen dann ständig anders auf. Außerdem ist es so, dass selbst wenn alle Regentropfen reflektieren und das Licht brechen, dass nur ein kleiner Teil vom menschlichen Auge je nach Position erfasst werden kann. 

3) Der Himmel ist viel dunkler über dem Regenbogen als darunter

Nur den wenigsten fällt es auf und doch ist es leicht zu bestätigen, wenn man einen Regenbogen beobachtet. Der Himmel ist über dem Regenbogen immer deutlich düsterer als darunter. Das liegt daran, dass jeder einzelne Tropfen das Licht bricht. Da die Durchmesser unterschiedlich sind, liegen sie nie übereinander, was dann für die Form und die Farben des Regenbogens sorgt.

Trotzdem ist es so, dass innerhalb des gesamten Bogens die verschiedenen Farben zusammen weiß ergeben, was den Effekt hat, dass der Himmel erhellt wird. Deswegen wirkt er unter dem Bogen heller als über dem Bogen.

4) Regenbögen kommen selten mittags

Damit ein solches Phänomen entstehen kann, braucht es mehrere Bedingungen, Regen und Sonne zur selben Zeit natürlich, aber nicht nur das. Es ist tatsächlich so, dass die Sonne eine genaue Position einnehmen muss: und zwar genau 42° über dem Horizont. Ob beim Untergehen oder Aufgehen, in dem Moment, in dem die Sonnenstrahlen die Regentropfen in einem Innenwinkel oder im gleichen Winkel von 42° treffen, erscheint ein Regenbogen.

Je tiefer die Sonne steht, desto stärker ist der Regenbogen zu sehen. Dagegen ist es so, dass wenn der Himmelskörper zu hoch in der Sonne steht, das Phänomen nicht zustandekommt oder auf der Erde nicht sichtbar ist. Deswegen entstehen Regenbögen sehr selten am Mittag. Die Sonne steht zu der Zeit meist zu hoch, um alle Bedingungen zu begünstigen. Daher sieht man Regenbögen meist früh am Morgen oder zum Ende des Nachmittags.

5) Ein Regenbogen kann auch nachts entstehen

Wenn ein Regenbogen Sonnenstrahlen zum Entstehen braucht, wie kann er dann in der Nacht erscheinen? Antwort: Sobald der Vollmond oder die Mondphase kurz davor die Rolle der Sonne einnimmt. Das Licht, das der Mond ausstrahlt, trifft die Regentropfen gleichermaßen und sorgt so für das gleiche Spektakel. Es wird Mondregenbogen genannt, doch dieser ist etwas blasser als die gewöhnliche Form.

Seine Farben sind etwas schwieriger zu erkennen, da nicht genügend Leuchtkraft da ist, um die Fotorezeptoren des menschlichen Auges anzuregen. Dadurch wirkt das Phänomen oft weiß. Außerdem muss die Nacht ausgesprochen klar sein, damit ein Regenbogen erscheinen kann.

6) Es ist unmöglich, das Ende des Regenbogens zu finden

Ihr könnt so oft versuchen, eure Position zu verändern oder jemanden zu fragen, der weiter weg ist als ihr: Es ist unmöglich, das Ende oder den "Fuß" vom Regenbogen zu erreichen. Das liegt einfach daran, dass die bunten Strahlungen von der Entfernung und dem Winkel des Beobachters abhängen. Wenn ihr euch bewegt, bewegt sich der Regenbogen mit euch. Das Gleiche gilt für andere auch, egal wie nah oder weit weg sie von euch sind. Deswegen besagen so manche Legenden, dass am Fuß des Regenbogens ein Schatz versteckt sein muss.

7) Ein FLugzeug kann einen Regenbogen in einen Kreis verwandeln

Der Regenbogen ist ein um einen speziellen Punkt zentrierter Kreis. Dieser Punkt heißt "Sonnengegenpunkt". Das ist der Punkt, der sich ganz genau gegenüber von der Sonne befindet und der, wenn das Wetter gut ist, von dem Schatten unserer Köpfe markiert wird. Man kann den kompletten Kreis nicht sehen, weil die Erde im Weg ist. Je näher die Sonne dem Horizont ist, desto größer sieht der Regenbogen aus, den man sehen kann. Bei Sonnenuntergang kann man einen richtigen Halbkreis sehen.

Umgekehrt ist es so, dass je höher die Sonne steht, desto kleiner der Bogen ist. Doch wenn der Beobachter an Höhe gewinnt und die Sonne weiterhin im Rücken hat, kann es vorkommen, dass er einen Kreis sieht. Während man nach unten sieht, beispielsweise aus einem Flugzeug, kann man schon einmal einen ganzen Kreis erkennen. Doch das ist und bleibt schwer zu erreichen und ist demnach sehr selten.

8) Der Regenbogen kann in doppelter, dreifacher oder mehrmaliger Form auftreten

Die Mehrzahl der Menschen hat schon einmal einen Regenbogen gesehen, manch einer sogar einen doppelten oder dreifachen. Unter manchen Umständen entsteht beim Phänomen noch ein zweiter Bogen, der aber eine Besonderheit aufweist:  Er zeigt die Farben umgekehrt. Rot ist dann innen und lila außen zu sehen. Das hängt mit einer doppelten Reflexion des Lichts in den Tropfen zusammen, doch der zweite Bogen ist für gewöhnlich weniger deutlich und viel blasser.

Ein dritter Bogen kann zu sehen sein, wenn es zu einer dreifachen Reflexion kommt. Dieser wäre dann gleich wie der erste Regenbogen, da er den 2. wieder umgekehrt spiegelt. Allerdings ist er noch weniger sichtbar. So könnt ihr euch sicher vorstellen, dass die Wahrscheinlichkeit einen dreifachen oder sogar vierfachen Regenbogen zu sehen, unfassbar selten ist. 

9) Man kann einen Regenbogen im Garten auch selbst machen

Nicht nur am Himmel können Regenbögen erscheinen. Denn nicht nur am Himmel können Sonnenstrahlen auf Wassertropfen treffen. Vielleicht ist es euch schon mal aus Versehen passiert, während ihr euren Garten bewässert habt. Alles, was ihr tun müsst, ist, die Sonne im Rücken zu behalten und mit einem Wasserschlauch einen feinen Regen zu erzeugen. Regenbögen können auch bei Springbrunnen und Wasserfällen entstehen.

10) Ihr könnt einen Regenbogen verschwinden lassen

Nein, dafür müsst ihr nicht den Regen anhalten oder die Sonne bedecken können. Es reicht, wenn ihr eine Brille benutzt. Es ist nämlich so, dass polarisierte Brillen einen Regenbogen vor euren Augen verschwinden lassen können, auch wenn er dann immer noch da ist. Dafür muss man die Brille nur umdrehen.

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Diese Glassorte wurde entwickelt, um das "polarisierte" Licht zu blockieren, das bedeutet, das Licht, das auf horizontalen Oberflächen reflektiert wird und meist blendet. Das spezielle Glas lässt nur noch Licht durch, das sozusagen Informationen trägt, was die Sehkraft verbessert. 

Das Licht, das für Regenbögen zuständig ist, wirkt genauso auf die Wassertropfen und ist somit genauso polarisiert. Sobald die Brille horizontal gehalten wird, ist dieses Licht nicht gefiltert. Sobald man die Brille umdreht, blockt das Glas die Strahlungen und der Regenbogen verschwindet. Erstaunlich, oder? 

Carina Levent
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