Das "Tor zur Unterwelt" in Sibirien wird immer größer und legt etwas Unglaubliches frei

Das "Tor zur Unterwelt" in Sibirien wird immer größer und legt etwas Unglaubliches frei

Der Krater Batagaika in Sibirien wird auch das Tor zur Unterwelt genannt. Es wächst seit 1960 stetig weiter und deckt nun etwas Beeindruckendes auf!

Die Russen fürchten sich vor dem Batagaika-Krater in Sibirien und nennen ihn auch das „Tor zur Unterwelt“. Der Krater wird immer größer und wächst schneller als andere seiner Größenordnung. Deshalb wird er auch Megaslump genannt. Er ist einen Kilometer lang und ganze 86 Meter tief. Und dabei handelt es sich um einen noch recht jungen Krater: Erst in den 1960er Jahren öffnete sich das „Tor zur Unterwelt“.

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Dadurch, dass sich der Boden in so schneller Zeit geöffnet hat, lassen sich gut die Klimaveränderungen und die Erdentstehung der letzten 200.000 Jahre nachvollziehen. Der Krater ist also für Forscher eine wahre Fundgrube. Der Forscher Julian Murton von der Universität Essex sagt zur BBC: „Wenn wir verstehen können, wie das Ökosystem vorher war, dann gibt uns das Hinweise darauf, wie sich die Umwelt verändern wird, wenn das Klima immer heißer wird.“

Der Krater wächst jährlich um zehn bis dreißig Meter und es kann bis heute nicht eindeutig geklärt werden, ob sich der Krater aufgrund von Klimaveränderung oder von Wetterphänomenen entwickelt hat. Nach der Abholzung von zahlreichen Wäldern in Sibirien ist der Frostboden der Sonne ungeschützt ausgeliefert und taut langsam aber sicher auf. Dadurch sinken die oberen Erdmassen ein und es entsteht eine Kraterlandschaft. Laut der Zeitung Die Welt könnte der Batagaika-Krater zu einer klimatischen Zeitbombe werden, denn durch das Absinken des Bodens werden Treibhausgase wie Methan und Kohlendioxid freigesetzt.

Eine weitere Gefahr droht: Der Krater könnte sich mit einem benachbarten Krater verbinden. Laut dem Geowissenschaftler Frank Günther sei nicht absehbar, ob sich dieser Krater jemals wieder schließen werde, denn er wachse immer weiter, anstatt kleiner zu werden. Auch wenn der Batagaika für die Wissenschaftler eine Sensation ist, mithilfe derer sich viele Rückschlüsse auf die Erde ziehen lassen, so ist sie doch auch mit Vorsicht zu betrachten.

• Sophie Kausch
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