Den Grünen See in Österreich gibt es nur wenige Tage im Jahr

Den Grünen See in Österreich gibt es nur wenige Tage im Jahr

In Österreich gibt es im sogenannten Tragöß-Tal einen See, der jedes Jahr mit dem Ende des Sommers komplett verschwindet.

Am Fuße der Österreicher Alpen erstreckt sich in einem malerischen Tal der Naturpark von Tragöß. Hier spielt sich jedes Jahr ein Naturereignis ganz besonderer Art ab. Ende Mai fluten die Schmelzwässer der Hochschwabgruppe die Landschaft und es bildet sich ein grüner See - einfach ein magischer Ort!

Statt gewandert wird hier jetzt getaucht 

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Wo vorher noch gewandert und gepicknickt wurde, kann jetzt getaucht werden! Seinem kristallklaren smaragdgrünen Wasser verdankt der Ort den Namen „Grüner See“. Bei einer Sichtweite von bis zu 40 Metern und einer Wassertiefe von bis zu zwölf Metern je nach Jahr, schwimmen Fische zwischen den Bänken, Brücken und Bäumen und über den Wanderwegen. Das versunkene Tal wird zu einer Märchenlandschaft.

Den See gibt es nur kurze Zeit zwischen Mai und Juni, dann nimmt das Leben hier wieder seinen normalen Lauf. Ein unwirklicher und märchenhafter Ort!

Dem magischen Ort droht Gefahr!

Doch es gibt leider auch eine Schattenseite. Nach einem Artikel des Daily Mail bringt der alljährliche Besucherstrom das sensible Ökosystem in Gefahr, da Besucher und Taucher den Bodensatz aufwirbeln und in den See pinkeln. Das Bundesland Steiermark fürchtet, dass ihr grünes Kleinod durch den Urin der Touristen und die dadurch bedingte Algenbildung an Klarheit verliert. Daher hat der Tourismusverband von Tragöß im Jahr 2016 beschlossen, sämtliche Wassersport- und Tauchaktivitäten zu verbieten. Auch das Baden ist mittlerweile verboten.

Zoe Klaus
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