Vergiss Haie! Es gibt viel schlimmere Dinge, die im Wasser auf dich warten!

Vergiss Haie! Es gibt viel schlimmere Dinge, die im Wasser auf dich warten!

Die Hai-Saison ist eröffnet! Zumindest im Fernsehen blüht sie wie jedes Jahr mit der Wiederholung vom „Weißen Hai“! Trotz allem sind es jedoch nicht Haie, vor denen du dich am meisten fürchten solltest, wenn du ins Wasser gehst …

In den Tiefen des Meeres schwimmt so einiges rum. Doch die eigentliche Gefahr sind tatsächlich nicht die bissigen Jäger! Wir sind so nett und haben euch mal eine Liste mit sieben Dingen zusammengestellt, vor denen ihr euch wirklich in Acht nehmen solltet!

1. Kryptosporidien

Die Fälle, in denen Menschen von diesem Bakterium befallen wurden, haben sich in den letzten zwanzig Jahren verdoppelt. Das Krypto-Bakterium (nicht das Krypto-Geld, Vorsicht!) sucht sich infizierte Wunden von Tieren und Menschen als Nährboden. Man braucht nur zehn dieser kleinen Bakterien, um krank zu werden. Doch mit einer einzigen Handbewegung im Pool oder im Wasserpark kann man sich Millionen Bakterien einfangen. Außerdem ist dieses Bakterium gegen Chlor resistent. Der größte Ausbruch von Kryptosporidien fand in Milwaukee County in den USA statt, wo fast 400.000 Menschen mit dem Virus infiziert wurden.

2. Pseudomonas

Nachdem du gelesen hast, was Kryptosporidien sind, wirst du dich wahrscheinlich sofort in heißes Wasser (am liebsten in einen Whirlpool) stürzen wollen, um diese Bakterien abzutöten. Aber der Chlor in den Whirlpools schafft es leider nicht, die Bakterien zu zerstören. Stattdessen lauert hier eine ganz andere Gefahr: Du riskierst, dir im Sprudelbad Pseudomonas einzufangen. Das sind Bakterien, die sich in deinem Haar einnisten. Deine Kopfhaut beginnt davon wie wild zu jucken. Bei Kleinkindern können sie sogar das Gehör beeinträchtigen. Also Vorsicht beim nächsten Thermen-Besuch: Nicht zu lange im Whirlpool bleiben! 

3. Shigella

Shigella, oder auch Bakterienruhr genannt, enthält gleich vier verschiedene Bakterien. Sie sind dafür bekannt, Durchfall zu verursachen (allein 500.000 Fälle pro Jahr in den USA). Die häufigsten Symptome sind Bauchschmerzen, Fieber und das richtig unangenehme Gefühl, ständig auf die Toilette rennen zu müssen. Diese Symptome treten in der Regel ein bis zwei Tage nach dem Trinken von Wasser auf, das mit dem Bakterium infiziert ist. Die Krankheit ist zwar behandelbar, aber wir raten euch trotzdem dazu, den Mund während des Schwimmkurses am Wochenende lieber geschlossen zu halten. 

4. Legionellen

Im Gegensatz zu den vorherigen Bakterien werden Legionellen durch die Luft übertragen. Die Erreger werden durch zerstäubtes, vernebeltes Wasser übertragen und die erregerhaltigen Tröpfchen können sch in der Luft verbreiten und eingeatmet werden. Das Bakterium kann verschiedene Krankheitsbilder verursachen, von grippeartigen Beschwerden bis zu schweren Lungenentzündungen. Besonders häufig betroffen sind Menschen über 50, Raucher und Menschen mit schwachem Immunsystem. Das Bakterium kann zur Legionärskrankheit führen, die sich durch Husten, Schüttelfrost und Kopfschmerzen äußert, oder zum Pontiac-Fieber, das folgende Symptome hat: Fieber, Unwohlsein, Kopf- und Gliederschmerzen.

5. Norovirus

Dieses Virus verursacht schwere Entzündungen im Magen und Darm. Es kommt hauptsächlich im Süßwasser vor. Vorsicht: Es gibt kein Gegenmittel! Du wirst die Beschwerden wohl oder übel ertragen müssen, bis sie dank deines Immunsystems aus dem Körper ausgeschieden werden.

6. Cyanobakterien

Diese blau-grünen Bakterien blühen besonders im Sommer auf und können schnell gefährlich werden. Das Virus wirkt äußerst reizend und juckt in allen Körperöffnungen: Von den Augen über die Ohren bis zum Anus - alles ist betroffen und juckt teuflisch. Wenn du jemals mit diesem Bakterium in Kontakt geraten solltest, können lebenslange Folgen bleiben. 

7. Naegleria Fowleri

Dieses Bakterium wird auch als „Hirnfresser“ bezeichnet. Müssen wir noch mehr sagen? Dieses Bakterium lebt in den warmen Strömungen im kalten Wasser und gelangt meist über die Nase in den menschlichen Körper. Es wandert dann zu deinem Gehirn und verursacht Entzündungen, die zum Hirntod führen können. Tatsächlich ist dieses Bakterium seltener als ein Hai-Angriff, doch dieses Bakterium verursacht einen fast unabwendbaren Tod bei demjenigen, der es sich damit infiziert hat.

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Juliane Kretsch-Oppenhovel
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