Das jüdische Neujahr heißt Rosch ha-Schana, schon gewusst?

Das jüdische Neujahr heißt Rosch ha-Schana, schon gewusst?

Jedes Jahr feiern die Juden Rosch ha-Schana, das jüdische Neujahr. Mit diesem Artikel wollen wir erklären, wo das Fest herkommt, was gefeiert wird und was die gebräuchlichsten Traditionen sind.

Kommende Termine für Rosch ha-Schana

Das Fest beginnt und endet immer am Abend. Nach dem jüdischen Kalender ist das der 1. und 2. Tischri.

Sonntag, 9. September - Dienstag, 11. September 2018

Sonntag, 29. September - Dienstag, 1. Oktober 2019

Freitag, 18. September - Sonntag, 20. September 2020

Montag, 6. September - Mittwoch, 8. September 2021

Sonntag, 25. September - Dienstag, 27. September 2022

Herkunft des Feiertags 

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Rosch ha-Schana ist ein Fest, das dem jüdischen Neujahr entspricht. Man feiert die Schöpfung der Welt und startet eine 10-tägige Bußzeit, die mit dem Fest Jom Kippur endet, das auch "Versöhnungstag" genannt wird.

Dieses Fest wird im Pentateuch genannt, während der Geschichte, als die Hebräer ins Babylonische Exil müssen und in die Wüste verbannt werden. Es heißt auch "Tag des ergreifenden Schofartons“ und das Schofarhorn ist ein altes Musikinstrument aus dem alten Orient. Man will dem Schöpfer an dem Tag Opfer bringen.

Das Rosch ha-Schana Fest dauert 2 Tage und ist für die Gläubigen die Möglichkeit, Bilanz zu ziehen. Wie ist das Jahr so verlaufen, was ist passiert? Es wird geglaubt, dass die Taten vom Schöpfer bewertet werden und dass es spätestens dann Zeit ist, sein Leben zu ändern und Vorsätze für das neue Jahr zu fassen. Außerdem finden zu dem Fest große Treffen und Wiedersehen statt, man wünscht seinem Nebenmann nur das Beste.

Traditionen während dem Fest

Am Tag von Rosch ha-Schana ertönt das Schofarhorn, das die Leute an das morgendliche Gebet erinnert. Abgesehen von den traditionellen Gebeten gibt es an diesen Tagen auch festliche Gerichte.

Bei den Ashkenazi-Juden (in Osteuropa ansässig) tunken die Menschen Apfelstücke in Honig und wünschen sich gegenseitig, dass das neue Jahr genauso weich sei wie ein Apfel in Honig getränkt.

Die sephardischen Juden (aus Spanien und arabisch-muslimischen Ländern) wird ein Festmahl organisiert für die 2 Tage. Es besteht eher aus leckeren und süßen Speisen, unter anderem auch den in Honig getunkten Apfel. Es ist eine Tradition, dass die Namen der Gerichte ein Zitat aus der Bibel ergeben.

Bei den orthodoxen Juden ist es Brauch, flache Unterhaltungen zu führen, damit die Gespräche mehr religiöser und tiefgründiger Natur sind und sich wenn, dann auf die Thora beziehen.

Zum Schluss bleibt uns nur zu wünschen: Schanah towah umetukah! Gutes und süßes neues Jahr! 

• Sophie Kausch
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