"The Crown": Klagt die Queen jetzt gegen Netflix?

Anwälte raten: Die Royals sollten Netflix verklagen! Im November 2022 startet die fünfte Staffel der Serie The Crown. Abgedreht ist sie schon. Zufrieden scheinen die Royals darüber aber ganz und gar nicht zu sein.

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Was die Königsfamilie besonders stört: Viele Menschen, vor allem Amerikaner:innen, würden die Serie für einen Dokumentarfilm halten. Dabei sei The Crown, deren Schauspieler ständig wechseln, durchaus Fiktion. Nun wenden sich enge Freunde des Königshauses an Anwält:innen, die der Royal Family empfehlen, rechtlich gegen die Serie vorzugehen.

Thema der neuen Staffel ist die gescheiterte Beziehung zwischen Prinz Charles und Prinzessin Diana und ihr schrecklicher Tod. Für die Königsfamilie keine besonders glorreiche Zeit. Eine anonyme Quelle verrät The Sun:

Die nächste Staffel könnte möglicherweise sehr schädlich sein.

Was sagt die Queen dazu?

Die Macher:innen des Netflix-Hits klären auf: Einige Elemente der Serie sind erfunden. Zum Beispiel hat Charles seine Geliebte Camilla am Anfang seiner Ehe gar nicht jeden Tag angerufen und Diana hatte auch keinen Wutausbruch auf der Reise nach Australien.

Über die Darstellung der vierten Staffel zeige sich die Queen, dessen Gesundheitszustand sich in der letzten Zeit verschlechtert, wohl bereits unzufrieden: Vater Philipp hat seinen Sohn "verdammt schwach" genannt. Das stimme so nicht.

"Mobbing auf Hollywood-Niveau"

Was die Freunde der Royals, die die Serie selber schauen, bemängeln: Die Serie sei "Fiktion, die als Tatsache präsentiert wird". Und sie betiteln sie als "Mobbing auf Hollywood-Niveau". Ein Insider meint gegenüber The Sun:

Der Punkt, an dem 'The Crown' über das Ziel hinausschießt, ist die Andeutung, dass die Königin ihre Pflichten als Herrscherin nicht erfüllt und dem Land schadet.

Anwältin spricht über Klage gegen Netflix

Die Anwältin Helena Shipman von der Kanzlei Carter-Ruck stellt klar: "Wirkt die Queen nach dem Tod von Diana zu kalt? Das wäre eine Meinungsäußerung und Netflix hätte eine einfache Verteidigung, indem es sagt, dass es Fiktion ist." Wenn die Macher:innen allerdings "die Queen in ihrer Souveränität anzweifeln und dem Land damit schaden", könnten sie mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Dafür würden aber noch die nötigen Beweise fehlen. Das allein reiche nicht für die Royals, um gegen den Streamingdienst vorzugehen. Den Anwält:innen seien derzeit noch die Hände gebunden. Bleibt abzuwarten, was die fünfte Staffel noch bringen wird.