Rückenschmerzen vorbeugen: Das bedeutet „Haltung bewahren“

Rückenschmerzen vorbeugen: Das bedeutet „Haltung bewahren“

Rückenschmerzen gehören mit Sicherheit zu den „Volksleiden". Jeder wird mit Sicherheit das Gefühl kennen, was auf Fehl- oder Überbelastungen, aber auch auf zu wenig Bewegung oder einseitige Tätigkeiten wie Sitzen zurückzuführen ist. Immer deutlicher mehren sich aber auch Zeichen, dass psychische Faktoren als Auslöser für Rückenschmerzen diagnostiziert werden - nicht selten spielen aber mehrere Faktoren eine Rolle, sodass man mit rein mechanischen Tipps (Übungen, etc.) keine dauerhafte Besserung erreicht.

Wenn du plötzlich sehr starke Rückenschmerzen wahrnimmst oder aber regelmäßig unter wiederkehrenden Rückenschmerzen leidest, die vielleicht sogar chronisch sind, führt kein Weg am Arzt vorbei. Dasselbe gilt bei unfallbedingten Rückenschmerzen oder dann, wenn du zeitgleich ein Taubheitsgefühl spürst oder Fieber gemessen wird.

Grundsätzlich hast du aber viele Möglichkeiten, akute Rückenschmerzen nicht nur zu lindern, sondern effektiv vorzubeugen. Wir geben dir praxisnahe Tipps, die du kinderleicht in deinen Alltag einbinden kannst und die - genau wie Hausmittel gegen Kopfschmerzen - nicht schädlich, sondern es wert auszuprobieren sind.

Das A und O zur Prävention von Rückenschmerzen: Bewegung, Bewegung, Bewegung

Mit Sicherheit kennst du Sprüche wie „Wer rastet, der rostet!", die einen wahren Kern in sich bergen. Wir haben durch den höheren Anteil an Schreibtischarbeit, durch die Verfügbarkeit von Autos sowie durch unser ganz spezielles Konsumverhalten oftmals verlernt, uns ausreichend im Alltag zu bewegen. Stattdessen wählen wir den denkbar kürzesten Weg, dabei sind kleine, regelmäßige Workouts im Alltag (Treppensteigen, Mittagsspaziergänge, Dehnübungen, etc.) ideal, um locker und praktisch „nebenher" das Risiko für Rückenschmerzen und Co. deutlich zu minimieren.

Du solltest deshalb zunehmend mehr Bewegung in deinen Alltag einbauen. Nutze im Sommer das Fahrrad, wenn du damit auch so zur Arbeit gelangst. Aus der Forschung wissen wir, dass bereits 3 x 45 Minuten Ausdauertraining pro Woche einen sehr positiven Effekt auf deine Gesundheit und das persönliche Wohlbefinden haben. Ein Training der Rumpfmuskulatur hilft dir, um Rückenschmerzen erst gar nicht entstehen zu lassen. Es eignen sich Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Walken für den Einstieg.

Stress minimieren, um Erholung zu finden

Ein durchgetakteter Tag, der im Zweifelsfall sogar nach erledigter Arbeit noch unzählige Freizeitverpflichtungen bereithält, nimmt dir natürlich Zeit zur Regeneration und Erholung. Viele Symptome, dazu zählen gerade Rückenschmerzen, haben eine psychosomatische Ursache.

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Informiere dich zum Beispiel bei deiner Krankenkasse oder dem Fitnessstudio vor Ort, ob Angebote wie Rückenschulen finanziert und angeboten werden - ebenso empfiehlt es sich, Methoden zur Muskelrelaxation zu erlernen, denn das wirkt genauso gut auf den Geist und hilft dir zu entspannen. Stress führt, wenn dieser nicht nur kurzfristig anhält, zu Entzündungsreaktionen im Körper und zu Verspannungen, die sich zwangsläufig in Rückenschmerzen äußern werden.

Neue Matratze gefällig? Bette dich leicht, um Rückenschmerzen zu verhindern!

Es gibt keine universell einsetzbare Matratze, jeder Mensch kann unter anderen Vorzeichen am besten schlafen und braucht einen individuellen Härtegrad. Im Idealfall verbringst du acht Stunden am Tag im Bett, das ist 1/3 deines Lebens und damit ein ganz wichtiger Aspekt.

Wasserbetten oder besondere Schaumstoff-Matratzen sind empfehlenswert, das ersetzt aber keinen Test und ausgiebiges Probeliegen. Eine gute Matratze verfügt über Liegezonen, die beispielsweise die Wirbelsäule entlasten und auf Druckpunkte ausgerichtet sind, damit du am nächsten Morgen nicht wie gerädert aufwachst. Natürlich kostet das alles ein wenig Geld, aber das sollte es dir wert sein. Wer unter Rückenschmerzen leidet, hat nämlich oft auch mit Kopfschmerzen zu kämpfen. So schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe.

Simone Haug
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