Gesundheitsrisiko: Darauf musst du in deiner Schwangerschaft verzichten

Gesundheitsrisiko: Darauf musst du in deiner Schwangerschaft verzichten

Nach einer entspannenden Massage mit ätherischen Ölen ein paar Austern mit einem Gläschen Weißwein auf der Terrasse genießen... Das klingt verlockend, nicht wahr? Wenn ihr schwanger seid, müsst ihr jedoch neun Monate lang auf diese großen und kleinen Freuden verzichten. Wir erklären euch, worauf ihr während der Schwangerschaft verzichten müsst.

"Tu nicht dieses, tu nicht jenes"... Während der Schwangerschafthat man schnell die Nase voll von Verboten. Kaum einer verschont die werdende Mutter mit oft gut gemeinten, aber nicht unbedingt passenden Ratschlägen. Natürlich wissen wir bereits, dass man unbedingt mit dem Rauchen aufhören und auf seinen Körper achten muss, aber was ist mit dem Rest?

Auch wenn es keine vollständige Risikofreiheit gibt, wollen wir doch von unserer Seite aus unser Bestes geben, damit diese Zeit für uns und unser Kind so gut wie möglich verläuft. Dazu gehört auch, ein paar neue Lebensregeln zu lernen. Im Zweifelsfall gilt immer: Besser verzichten und zuerst mit dem Arzt Rücksprache halten.

Zu viel essen

"Jetzt, wo du schwanger bist, musst du für zwei essen." - Bloß nicht! Diese alte Weisheit ist in Wahrheit ein sehr schlechter Ratschlag. Eine schwangere Frau benötigt zwar mehr Nährstoffe, aber auf keinen Fall doppelt so viel.

Eine Gewichtszunahme kann zu Komplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes, Bluthochdruck, einem erhöhten Thrombose- und Embolie-Risiko und Langzeitübergewicht führen. Deshalb ist es sehr wichtig, das Gewicht regelmäßig auch beim Arzt zu überprüfen.

Einkaufen wie bisher

Frauen müssen während der Schwangerschaft mehrere Lebensmittel zur Gänze von ihrem Speiseplan streichen - und das gilt auch für leckere Bestellungen im Restaurant!

- Auf rohes, blutiges oder wenig gegartes Fleisch, Meeresfrüchte (Austern, Miesmuscheln und andere Muscheln) sowie rohen Fisch (Adiós, Sushi!) müsst ihr verzichten. Bei diesen Lebensmitteln besteht das Risiko einer Infektion mit Toxoplasmoseoder Salmonellen.

- Auch mit Wurstwaren ist erst einmal Schluss, denn bestimmte Produkte können von Listerienbefallen sein. Dieses Bakterium kann zu einer Infektion in der Gebärmutter und in weiterer Folge zu einer Blutvergiftung führen, die das Baby in Lebensgefahr bringt.

- Fisch mit hohem Quecksilbergehalt: Informierteuch am besten über die Fische, die ihr vermeiden solltet. Auch von geräucherten Meeresfrüchten und Räucherfisch sollte Abstand genommen werden, da diese ein Gesundheitsrisiko bergen können.

- Lebensmittel und Rezepte mit rohen Eiern sind verboten, denn auch bei diesen besteht die Gefahr einer Infektion mit Salmonellen. Vorsicht also bei Mayonnaise, Dessertcremes, Sauce Hollandaise usw.

- Streicht alle nicht pasteurisierten Milchprodukte (und dazu zählt auch Käse!) vom Speiseplan, um eine Listerieninfektion zu vermeiden.

Keinen Sport mehr betreiben

Wenn es vom Arzt nicht anders verordnet wird, solltet ihr in der Schwangerschaft weiterhin wie gewohnt Sport betreiben oder auch mit einer Sportart beginnen, die für diese neun Monate empfohlen wird. Die regelmäßige Bewegung wirkt sich positiv auf die Stimmung und die Gesundheit aus und ist eine gute Vorbereitung auf den großen Tag.

Sport sollte deshalb ein fixer Bestandteil des Alltags jeder schwangeren Frau sein. Die richtige Sportart ist dabei entscheidend, etwa Yoga, Laufen, Schwimmen, Aquagym... Auf andere Sportarten sollte wiederum eher verzichtetwerden, besonders, wenn sie mit abrupten Bewegungen einhergehen oder bestimmte Risiken bergen.

Ein Gläschen Alkohol auf der Terrasse

Trotz der anhaltenden Diskussionum moderaten Alkoholkonsum während der Schwangerschaft sind die Behörden immer noch strenge Verfechter einer Nulltoleranz bei Alkohol während der Schwangerschaft und der etwaigen Stillperiode.

Laut Studien auf der französische Site Alcool Info Service durchdringt Alkohol die Plazenta der werdenden Mutter und tritt somit in den Blutkreislauf des Fötus ein, was sich negativ auf die Entwicklung des Kindes auswirkt.

Katzenstreu wechseln

Durch einen einfachen Toxoplasmose-Test kann festgestellt werden, ob eine Immunisierung gegen diese häufige Parasitenerkrankung besteht, die besonders auch bei Hauskatzen auftritt und auf den Menschen übertragen werden kann.

Die Übertragung geschieht in erster Linie durch Exkremente. Der Fötus kann in der Gebärmutter infiziert werden, was sehr ernste Folgenhaben kann. Eine perfekte Gelegenheit, um die Verantwortung für Felix' Katzenklo abzugeben!

Selbstbehandlung mit Medikamenten

Die Nase läuft und schon eilt man zur Hausapotheke, um zur üblichen Behandlungsmethode zu greifen. Während der Schwangerschaft reagiert der Körper jedoch anders auf bestimmte Moleküle.

Auch die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminen muss unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Ihr solltet euch auch über teratogene Wirkstoffe informieren.

Arbeiten ohne Vorsichtsmaßnahmen verrichten

Das Zuhause neu einrichten, das Kinderzimmer ausmalen, um perfekt auf die Ankunft des Babys vorbereitet zu sein... Klingt verlockend! Bei all dem muss jedoch immer das Risiko abgeschätzt werden. Werdende Mütter müssen auf sich Acht geben, sowohl für ihre eigene Sicherheit als auch für die Gesundheit ihres Kindes.

Bei unbedingt notwendigen Umzügen oder Renovierungsarbeiten wird von Gesundheitsexperten empfohlen, sie während des zweiten Trimesters durchzuführen - und auch dann nur in Maßen. Besonders beim Ausmalen von Wänden ist Vorsicht geboten, denn manche Produkte (Farbe, Abbeizmittel...) können toxisch für schwangere Frauen und ungeborene Kinder sein. Auch hier sollten unbedingt Informationen zu gefährlichen Produkten eingeholt werden.

Ätherische Öle verwenden

Liebhaberinnen von Aromatherapie und sanfter, natürlicher Medizin werden bei den geliebten ätherischen Ölen in der Schwangerschaft vor einem Dilemma stehen. Ätherische Öle bergen schon unter normalen Umständen gewisse Gefahren. Und eine Schwangerschaft ist schließlich eine besondere Zeit.

Die Öle sind ultrakonzentriert und sehr stark und treten deshalb schnell und tief in den Körper ein. Dort können sie sich negativ auf die Entwicklung des Babys auswirken. Manche sind kategorisch verboten, während andere wiederum zur Behandlung kleiner Wehwehchen der Schwangerschaft und des Alltags herangezogen werden können. Informiert euch am besten bei Experten darüber, welche ihr gefahrlos verwenden könnt.

Weiterhin Kaffee trinken und rauchen

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Ist es überhaupt noch notwendig, die Gefahren des Rauchens für die Gesundheit des ungeborenen Kindes zu erwähnen? Ein Koffeinkick wirkt zwar Wunder gegen Müdigkeit, die Substanz schadetjedoch der Gehirnentwicklung des Babys. Der Kaffeekonsum muss deshalb streng auf zwei Tassen pro Tag begrenzt werden, wie es auch von der WHO empfohlen wird.

High Heels tragen

Die 12-cm-Absätze könnt ihr in die hinterste Ecke eures Schuhschranks verbannen - nehmt lieber bequeme Schuhe, die guten Halt bieten. 3 cm Absatz sind das Maximum! Gemäß einer Studie der britischen Podologengesellschaft geben sieben von zehn Frauen an, während der Schwangerschaft Probleme an den Füßen, an den Knöcheln sowie am Fußgewölbe zu haben - aufgrund des Tragens von schlechtem Schuhwerk.

Sarah Kirsch
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