Kaiserschnitt: Alles zu Narbe, Schmerzen und Risiken

Lässt du einen Kaiserschnitt durchführen? Ob aus medizinischen oder persönlichen Gründen, OhMyMag sagt dir, worauf du beim Thema Kaiserschnitt Acht geben musst.

Kaiserschnitt: Alles zu Narbe, Schmerzen und Risiken
©
Kaiserschnitt: Alles zu Narbe, Schmerzen und Risiken

Kaiserschnitt-Narbe

Der Kaiserschnitt ist ein invasiver chirurgischer Eingriff. Dabei wird die Bauchdecke und der Uterus der Mutter aufgeschnitten, um das Kind herauszuholen. Eine sichtbare Narbe nach der Operation ist kaum zu vermeiden. Die Kaiserschnittnarbe ist bis zu 10 Zentimeter lang und befindet sich direkt unter der Schamgegend. Immer öfter findet der Schnitt längs statt.

In den ersten Tagen wird die Kaiserschnittnarbe durch einen Verband verdeckt sein. Sobald das medizinische Team der Meinung ist, dass der Verband weg kann, kannst du dich selbst um die Narbe kümmern. Das bedeutet, die Narbe mit einer desinfizierenden Flüssigkeit reinigen, die dir deine Hebamme empfiehlt. Keine Angst, diese aufgedunsene oder gewölbte Form gibt sich mit der Zeit wieder. Am Ende wird es eine unscheinbarere Narbe sein.

Nach 15 Tagen werden die Klammern oder Fäden gezogen. Eine sanfte Massage lindert und lockert die Haut auf. Es ist wichtig, dass du nichts unternimmst, was dazu führt, dass die Narbe wieder aufgeht. Schwere Lasten zu heben oder Bauchübungen zu machen ist vorerst tabu!

Schmerzen nach einem Kaiserschnitt

Die ersten Tage nach dem Eingriff kümmert sich das medizinische Team darum, die Schmerzen mit Medikamente kleinzuhalten. Nach 2 oder 3 Tagen solltest du keinerlei unerträgliche Schmerzen mehr haben. Möglicherweise spürst du ein leichtes Ziehen oder leichtes Brennen, während die Schamhaare wieder wachsen.

Sollten die Schmerzen nicht auszuhalten sein, deine Narbe nässen oder du Fieber haben, suche sofort deinen Arzt auf! Das sind Symptome einer Infektion und müssen sofort behandelt werden.

Risken nach einem Kaiserschnitt

Für dich als Mutter ist nach einem Kaiserschnitt das Risiko einer Infektion am Höchsten. Deswegen ist es wichtig, dass du alles befolgst, was die Hebammen dir raten. Es wird davon abgeraten, innerhalb eines Jahres nach dem Kaiserschnitt nochmal schwanger zu werden. Dein Unterleib braucht Zeit, sich zu erholen und zu heilen nach dem Eingriff!

Bei Frauen, die natürlich gebären ist das Risiko nicht so hoch wie bei denen, die einen Kaiserschnitt machen lassen, dass die Plazenta bei der nächsten Schwangerschaft nicht an der richtigen Stelle ist. Doch nichts schließt eine vaginale Entbindung aus! Für das Baby ist das höchste Risiko während der Geburt, dass es Fruchtwasser einatmet. Das Fruchtwasser kann in der Lunge bestehen bleiben und dort dann für Infektionen der Atemwege sorgen, sollte es nicht abgesaugt werden.