Schwangerschaftsübelkeit: Was hilft?

Schwangerschaftsübelkeit: Was hilft?

Viele Frauen werden leicht panisch, wenn plötzlich Übelkeit, Erbrechen und Co. sich bemerkbar machen. Vor allem dann, wenn die Pille abgesetzt wurde oder die Wahrscheinlichkeit besteht, schwanger zu sein. Doch wie lässt sich ein flauer Magen eigentlich von der berühmt-berüchtigten Schwangerschaftsübelkeit unterscheiden? Die Schwierigkeit dabei ist nämlich, dass das vor allem im ersten Trimester auftritt - mitunter auch dann schon, wenn noch gar kein Schwangerschaftstest durchgeführt wurde.

Wenn du dich in der glücklichen Lage befindest und dein Schwangerschaftstest positiv ist, dann „Herzlichen Glückwunsch" dazu! Bald beginnt ein kleiner Marathon an Ultraschalluntersuchungen und es wird abgeklärt, ob du gegen Toxoplasmose immun bist. Auch Übelkeit kann einsetzen, aber keine Panik: Mit der Schwangerschaftsübelkeit bist du nicht allein. Etwa drei von vier Schwangeren berichten von häufigem Erbrechen und der Ungeduld, die gerade im ersten Trimester noch ungewohnt und belastend sein kann. Wir können dir sagen, was du effektiv gegen die Begleitumstände deiner Schwangerschaftsübelkeit unternehmen kannst.

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Mit Sicherheit hast du dich kürzlich gefragt, was das Ganze eigentlich soll: Welchen Zweck hat Schwangerschaftsübelkeit eigentlich? Nun, gerade zu Beginn der Schwangerschaft steigt dein Hormonspiegel deutlich an. Die Rede ist vom Hormon namens hCG. Dessen Konzentration steigt exponentiell in den ersten Schwangerschaftswochen an - zwischen der achten und der zehnten Woche erreicht der hCG-Spiegel den höchsten Wert. Das erklärt, so sind sich Gynäkologen zumindest weitgehend einig, die morgendlichen Symptome einer Schwangerschaftsübelkeit. Wenn du z.B. Zwillinge erwartest oder es um eine Molenschwangerschaft geht, ist dieser hCG-Spiegel zusätzlich erhöht. Damit nimmst du die Symptome der Schwangerschaftsübelkeit deutlich stärker und womöglich auch länger wahr.

Diese Tipps helfen dir, um mit einer Schwangerschaftsübelkeit besser umzugehen

Je eher du diese Ratschläge beherzigst, desto milder kann die Schwangerschaftsübelkeit verlaufen. Es ist daher wichtig, dass du deine Ernährung frühzeitig umstellst und nicht erst wartest, bis sich die Beschwerden bemerkbar machen.

- Je besser du deine Mahlzeiten über den Tag verteilst, desto besser. Lege hier vor allem Wert auf eine kohlenhydratreiche Ernährung. Durch regelmäßige kleine Happen kann dein ohnehin beanspruchter Körper besser verdauen, was bei Schwangerschaftsübelkeit akut Abhilfe schafft.

- Vermeide zu scharfe oder zuckerhaltige Lebensmittel. Auch stark gewürzte oder fettige Mahlzeiten tun deinem Magen nicht gut.

- Die Beschwerden treten direkt am Morgen und nach dem Aufstehen auf? Lege dir Zwieback ans Bett und bitte deinen Göttergatten, dir einen leicht gesüßten Tee ans Bett zu bringen. Ein wenig „Warmlaufen" vor dem eigentlichen Frühstück hilft dir sicherlich.

Vitaminpräparate (außer Folsäure) erst ab der 15./16. SSW

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Du willst das Beste für dein Kind und daher übereifrig sein, doch viel hilft nicht immer viel. Zu Beginn deiner Schwangerschaft brauchst du vor allem Folsäure. Weitere Vitamine hingegen nur nach Bedarf und eher später, je nach Rücksprache mit deinem Frauenarzt.

Wenn du es gewohnt bist, bereits früh auf Vitaminpräparate zu setzen, dann kann das auf den Magen schlagen und die Symptome der Schwangerschaftsübelkeit natürlich noch verstärken. Wenn dein Arzt in der Naturheilkunde bewandert ist, könntest du auch gezielt nach pflanzlichen Mitteln gegen Schwangerschaftsübelkeit fragen. Grundsätzlich empfehlenswert ist hier frischer Ingwer, sofern seitens des Arztes nichts dagegenspricht.

Simone Haug
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