Ein Selfie deckt auf, dass diese Schülerin als Baby entführt wurde
© Miché Solomons @ Facebook
Ein Selfie deckt auf, dass diese Schülerin als Baby entführt wurde

Ein Selfie deckt auf, dass diese Schülerin als Baby entführt wurde

Miché Solomon aus Kapstadt erfährt nur dank eines Fotos, dass sie als Baby aus dem Krankenhaus entführt wurde. Doch wie das Selfie zur Aufklärung beiträgt, erklären wir euch hier.

Es ist der Albtraum einer jeden Mutter, feststellen zu müssen, dass das Baby nicht in seinem Bettchen liegt. Aber Celeste und Morne Nurse müssen diese schreckliche Erfahrung machen, als ihr Baby 1997 aus dem Krankenhaus Groote Schuur Hospital entführt wird. Dass sie ihre Tochter Zephany eines Tages wieder sehen würden, ahnen sie dort noch nicht.

17 Jahre später

Mittlerweile sind 17 Jahre vergangen und Miché ist wie jeden Tag in der Schule. Dort wird sie auf ein anderes Mädchen aufmerksam, das ihr sehr ähnlich sieht. Die heute 22-Jährige sagt über die erste Begegnung mit Cassidy Nurse Folgendes, wie BBC News berichtet: "Ich hatte fast das Gefühl, sie zu kennen."

Miché und Cassidy freunden sich an und verbringen viel Zeit miteinander, da sie sich auf besondere Art und Weise verbunden fühlen. Die beiden posten ein gemeinsames Selfie im Netz. Dieses macht die Eltern von Cassidy stutzig. Die Eltern von Cassidy sind Celeste und Morne Nurse, die Eltern, denen ihr Baby gestohlen wurde. Sie beginnen zu recherchieren.

This story gave me chills,😭😭😭😭In April 1997 a woman dressed in a nurse's uniform walked out of a Cape Town hospital...

Posted by Tolu Meduna on Saturday, October 26, 2019

DNA-Test bringt Gewissheit

Schließlich kommen in der Schule zwei Sozialarbeiter auf Miché zu und erzählen ihr von dem 1997 verschwundenen Baby. Man erzählt ihr, dass sie dieses Kind sein könnte. Für Miché ist die Situation zwar unwirklich, aber sie stimmt einem DNA-Test zu. Noch glaubt sie, dass ein negatives Ergebnis herauskommen wird.

Aber der DNA-Test zeigt, dass sie tatsächlich die verschollene Tochter namens Zephany ist. Das Leben des Teenagers gerät ins Wanken. Ihre Mutter wird wegen Entführung verhaftet und zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Die Mutter bestreitet die Entführung

Die Mutter bestreitet bis heute, das Kind entführt zu haben. Auch gegen den Vater wird ermittelt. Allerdings konnte nicht bewiesen werden, dass er von der Entführung gewusst hat. Der DNA-Test ist jedoch eindeutig und da auch keine Adoption im Spiel gewesen ist, kommt sie hinter Gitter.

Miché wohnt weiterhin bei ihrem Vater. Niemand hält es für richtig, sie aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen. Miché besucht sogar ihre Entführerin, auch wenn es ihr nicht leicht fällt. Sie sagt aber, dass sie ihr nicht böse ist, weil sie sie geliebt und aufgezogen hat: "Ich sah meine Mutter in der Gefängniskleidung. Es brach mir das Herz. Ich weinte und weinte."

Heute hat sie ihre Geschichte in einem Buch verarbeitet mit dem Titel "Zephany: Two mothers. One daughter. An asthonishing true story" von Joanne Jowell verfasst.

Erst im August diesen Jahres hat sie ihre Anonymität gebrochen, wie Iol berichtet, und erzählt ihre Geschichte, die sich weltweit verbreitet. Sie ist eine starke Frau geworden, vor deren innerer Stärke man alle Achtung haben kann...

Posted by Miche Solomon on Wednesday, September 4, 2019
Von Maximilian Vogel
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