Schwangere Sportlerin: Nike will Vertrag pausieren, doch ihre Reaktion ändert alles
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Schwangere Sportlerin: Nike will Vertrag pausieren, doch ihre Reaktion ändert alles

Im Falle einer Schwangerschaft beendet Nike seinen Vertrag mit einer Sportlerin. Doch eine mutige Frau hat sich das nicht gefallen lassen und etwas Unglaubliches geschafft.

In der Sportwelt ist ein Sponsorenvertrag mit der Marke Nike ein echtes Privileg: Die Sportler bekommen Werbung, erhalten kostenlose Artikel, und auch finanziell lohnt sich die Zusammenarbeit. Natürlich erwartet die Sportmarke ihrerseits eine Gegenleistung: Die Sportler müssen immer herausragende Leistungen abliefern, Medaillen gewinnen und Meister in ihrer Disziplin sein. Damit der Vertrag fortläuft, muss man also immer in Topform sein und das ohne Unterbrechung.

Doch wie kann man sportliche Bestleistungen erbringen, wenn man schwanger ist? Wird eine Spitzensportlerin schwanger, kennt Nike bisher keine Skrupel und beendet den Sponsorenvertrag.

Vor Kurzem kritisiert Alysia Montaño, mehrfache Mittelstreckengewinnerin auf 800 Metern und im 4x800-Meter-Staffellauf, diese absolut ungerechte Unternehmenspolitik (Video). In der New York Times erscheint sogar ein Bericht der jungen Frau mit dem Titel: „Nike sagte mir, ich solle nach dem Höchsten streben, doch dann wollte ich ein Kind".

Schwangere Sportlerinnen = Vertragsende

Zwar akzeptiert Nike eine Pause im Falle einer Verletzung, doch lange Zeit weigert sich der Sportartikelhersteller, Sportlerinnen weiter zu unterstützen, wenn sie schwanger sind. So behält sich die Marke das Recht vor, die Vergütung zu senken oder die Zusammenarbeit sogar zu beenden.

In ihrem Gastbeitrag berichtet Alysia Montaño, sie habe Nike ihren Kinderwunsch mitgeteilt, und Nikes Antwort darauf lautete, in dem Falle, werde „ihr Vertrag pausiert und sie nicht länger bezahlt". Eine gar nicht so leichte Entscheidung, denn wie Alysia Montaño erklärt, kann man von Sportarten wie Leichtathletik nicht leben, denn der Verband zahle keine Löhne. Es sei kein Mannschaftsport wie Basketball oder Fußball. Daher seien Sponsorenverträge mit Marken für die Sportler notwendig.

Nike gesteht Fehler ein

In ihrem Beitrag weist die junge Frau auf die Widersprüchlichkeit der Marke Nike hin, die sich offen gibt und behauptet, sich für die Rechte der Frau einzusetzen, insbesondere in einer der letzten Kampagnen mit Serena Williams. Und wie erwartet verkündet Nike daraufhin gegenüber dem Wall Street Journal, dass die zukünftigen Verträge eine Klausel enthalten werden, die auch während der Schwangerschaft eine Vergütung verspricht. Die aktuellen Verträge werden nicht angepasst, doch die Marke verspricht, Sicherheiten zu liefern, die die neue Unternehmenspolitik unterstützen.

Auch andere Sportmarken wie Burton und Brooks verkünden einen solchen Wandel in der Unternehmenspolitik. Bleibt nur noch zu hoffen, dass sich ihnen immer mehr Marken anschließen.

Von der Redaktion

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