Was bedeuten Sternzeichen?

Was bedeuten Sternzeichen?

Mit Sicherheit kennst du Sprüche, die einzelnen Sternzeichen bestimmte Bedeutungen und Charakterzüge nachsagen. Doch die wenigsten wissen, wo Sternzeichen eigentlich ihren Ursprung haben und wie sie entstanden sind. Das Wichtigste vorab: Es handelt sich um Symbolbilder für die sogenannten Tierkreiszeichen, von denen es insgesamt zwölf gibt. Man hat jeweils 30 Grad eines geometrischen Kreisabschnittes genommen und daraufhin je ein Zwölftel des Jahres in Bezug zur Sonne gesetzt. Das Ganze ist über 2.000 Jahre alt und kennt auf Lateinisch oder Altgriechisch jeweils eigene Namen - jedes Sternzeichen hat einen eigenen Zeitraum im Jahr.

Vor allem in der griechischen Mythologie hat man der Astrologie eine große Bedeutung zugemessen, indem man das Leben in Zyklen einteilte. Astrologisch gesehen teilt sich das Leben in Geburt, Kindheit, Jugend, Erwachsensein sowie den Zeitpunkt, an dem wir die Erde wieder verlassen müssen. Die Griechen waren davon überzeugt, dass jedes Lebensalter ein ureigenes Thema darstellt, genauso wie bei Persönlichkeiten. Man sieht hier stark die Verknüpfung mit der Natur, indem der Mensch im Rhythmus der Jahreszeiten lebt und von Umwelteinflüssen und anderen Faktoren abhängig ist.

Astronomie und Astrologie waren früher Teil einer gemeinsamen Wissenschaftslehre

Sternzeichen hatten damals und haben auch heute noch eine starke Symbolkraft. Man versuchte daraus Charaktereigenschaften abzuleiten und bestimmte Lebenssituationen zu erklären. Falls du Steinbock bist, haben wir ein kleines Beispiel dafür, welche fünf Anzeichen dafür sprechen, dass du genau unter diesem Sternzeichen geboren wurdest. Im Altertum war es den Priestern beispielsweise vorbehalten, die Sterne zu deuten und Sternzeichen in der Form einzuordnen, wie es bis heute überliefert ist. Babylonier (auch Chaldäer genannt) gelten als die „Ur-Astrologen", sie stehen gleichbedeutend für all das, was man damals mit der Astrologie verknüpft hat. In aller Welt bekannt sind die „Drei Weisen aus dem Morgenland", die der Überlieferung nach einem Stern nach Betlehem gefolgt sind, um dort dem König der Welt zu huldigen. Sternzeichen haben damit auch tiefreligiöse, kulturbedingte Einflüsse über die Jahrhunderte und Jahrtausende gehabt.

Martin Luther war strikt gegen Astrologie und Sternzeichen

Erinnerst du dich noch an „Das Leben des Galilei" von Bertolt Brecht? Dabei spielen Sternzeichen zumindest eine kleine Rolle, denn mit Beginn der Renaissance entstand ein starker Konflikt zwischen kirchlichen und weltlichen Machthabern. Martin Luther wird gar der Ausspruch „Es ist ein Dreck um ihre Kunst" zugeschrieben, womit er eine Gegenposition zur Astrologie einnahm. Johannes Kepler, der zu dieser Zeit wohl bedeutendste Astrologe, lebte zur selben Zeit und hatte maßgeblich Anteil daran, Galilei beim Beweis seiner These (die Erde bewegt sich um die Sonne) zu unterstützen. Ein Sternzeichen liefert damit Hauptmerkmale, die sich auf Beziehung, Job, Gesundheit und derartige Themen beziehen lassen.

Mit Frühlingsanfang zum 21. März beginnt der Kreis des Zodiak

Auch interessant
Welche Lebensmittel verursachen Pickel? Das sind die Übeltäter!

Wenn du dich näher mit Sternzeichen und dem Horoskop beschäftigst, weißt du, dass der Tierkreis zwölf Teile der hypothetischen Sonnenlaufbahn definiert. Das Ganze beginnt mit dem 21. März: Hier haben wir erstmals wieder eine Tag-/Nacht-Gleiche (auch bekannt als Frühlingsanfang). Jedes Sternzeichen steht mit besonderen Charaktereigenschaften und Verhaltenstypen in Verbindung. Ein Horoskop beschreibt durch die Häufung von Planenten, wie die „Sterne" derzeit für einzelne Sternzeichen stehen. Falls du dich wirklich viel mit dem Thema beschäftigst, weißt du natürlich auch, dass der Aszendent eine große Rolle in der Astrologie spielt. Wir verraten dir, wie man ihn genau berechnet, damit du dich und dein Sternzeichen noch bessern kennenlernst.

 

Simone Haug
Keine Verbindung
Bitte Einstellungen prüfen