Dating-Fauxpas: Mann prahlt mit Sturm aufs Kapitol, dann wird er verhaftet

Immer mehr Menschen versuchen, mithilfe von Dating-Apps Bekanntschaften zu machen. In diese virtuelle Kontaktaufnahme werden dann schon mal prahlerische Geschichten eingebaut. Diese hier ist aber völlig danebengegangen.

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Prahlerei auf Dating-Apps ist keine Seltenheit. Ob sie immer den gewünschten Effekt erreicht, kann sehr bezweifelt werden. Dass sie aber Konsequenzen wie in diesem Fall nach sich zieht, ist überaus selten.

Eindruck schinden mit eigener Kapitol-Erstürmung

Wie man von CBS News erfährt, hat ein Mann aus New York, Robert Chapman, am 6. Januar zusammen mit den anderen Trump-Anhängern das Kapitol in Washington erstürmt.

Erstaunlicherweise ist er seitdem den staatlichen Stellen entgangen. Nun befasst sich allerdings das FBI mit ihm, nachdem er mit seiner Tat geprahlt hat – an keinem anderen Ort das auf der Dating-App Bumble.

Niemand weiß, wie vielen seiner vermeintlichen Matches Chapman von seiner Erstürmung erzählt hat. Sicher ist aber, dass er es einmal zu viel getan hat, denn die von ihm zuletzt Auserwählte leitet seine prahlenden Aussagen unmittelbar an das FBI weiter. Denn dieser Angriff auf die Demokratie, wie Präsident Biden es formuliert, will sie nicht ungestraft lassen.

Kein Wunder: Der Sturm aufs Kapitol war eine schwarze Stunde für ganz Amerika... Brent Stirton@Getty Images

Der verhängnisvolle Chat

In dem besagten Chat, von dem die Dame ebenfalls Screenshots angefertigt hat, kann sich Chapman mit seinem Imponiergehabe nicht zurückhalten. Er tönt auf Bumble:

Ich habe das Kapitol gestürmt. Ich habe es bis in die Statuary Hall geschafft! Hatte ein Interview mit Robert O’Morrow von der Washington Post und eines mit Jess Brevins von der WSJ.

Sein Match will den vermeintlichen Helden dann nur noch schnell loswerden, schließlich ist die Erstürmung des Kapitols ein gewaltsamer Angriff. So antwortet die Frau kurz und trocken, dass sie nicht zusammenpassen:

Wir sind kein Match.

Der brummige Chapman sieht das ein und antwortet ebenfalls lakonisch: "Ich vermute nicht." Damit beenden sie frühzeitig ihren Dating-Chat, doch für den Mann drohen Konsequenzen, denn die Frau lässt ihn nicht einfach so glimpflich davonkommen.

Das FBI überprüft die Prahlerei

Das von der Chat-Partnerin ins Bild gesetzte FBI vergleicht daraufhin die Aussagen Chapmans mit den vorliegenden Bildmaterial, das die Überwachungskameras des Kapitols geliefert haben: Und siehe da, der Prahler ist tatsächlich unter den Erstürmern!

Chapman ist sogar so kühn gewesen, ein Foto von sich in der Halle des Kapitols auf seinem Fake-Facebook-Account zu zeigen. Jetzt sitzt der Prahler erst einmal ohne jedes Match in Untersuchungshaft.

Bleibt abzuwarten, wie genau seine Anklage lauten wird. Vielleicht wird Robert Chapman später damit prahlen wollen? Nichts ist unmöglich, schließlich scheint er seinen Fehler ja nicht eingesehen zu haben...