Eltern benennen Kind mit ungewöhnlichem Namen, um gratis WLAN zu bekommen

Ein Schweizer Paar gibt seiner Tochter einen eher außergewöhnlichen Namen, um von einem vielversprechenden Angebot der Firma Twifi zu profitieren.

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Was wärt ihr bereit zu tun, um kostenloses WLAN zu bekommen? Das Unternehmen Twifi verspricht kürzlich all jenen kostenloses Internet, die ihr Kind Twifus oder Twifia nennen und es anhand einer Geburtsurkunde belegen können. Das lässt sich ein Paar aus der Schweiz nicht zweimal sagen.

"Es gibt deutlich schlimmere Namen"

Die Eltern, die aus verständlichen Gründen lieber unbekannt bleiben wollen, erklären gegenüber der Seite L'entrepreneur, warum sie sich für den ausgefallenen Namen Twifia entschieden haben:

Für mich steht Twifia für eine Verbindung. Einen ewigen Bund. Es gibt deutlich schlimmere Namen. Und je häufiger wir "Twifia" sagen, desto besser gefällt uns der Name.

Geld für eine Namensänderung

Da sie nun für 18 Jahre mit kostenlosem Internet gesegnet sind, beschließen die Eltern, das gesparte Geld auf ein Konto einzuzahlen. Später soll ihre Tochter Zugriff darauf bekommen, falls sie ihren Namen ändern möchte.

Doch sie hoffen, dass Twifia stattdessen ihren Führerschein oder ihr erstes Auto davon bezahlen wird, wie sie gegenüber der Seite Kidspot berichten. Leicht gespartes Geld.

Ihre Tochter bekommt den gleichen Namen wie ihr Internet.  Jens Domschky@Getty Images

"Ein wenig schämen wir uns auch"

Ganz so wohl fühlen sich die 30- und 35-jährigen Eltern des kleinen Mädchens dann mit ihrer Namenswahl wohl doch nicht, denn sie wollen sich nicht vor ihren Mitmenschen rechtfertigen müssen:

Wir wollen anonym bleiben, weil wir uns nicht dafür rechtfertigen wollen. Denn der Vorwurf, den Namen unseres Kindes verkauft zu haben, trifft uns sehr. Ein wenig schämen wir uns auch.

Eine lukrative Aktion für Twifi

Der Leiter von Twifi, Philippe Fotsch, hat seinerseits noch einmal versichert, dass das Unternehmen den Internetzugang für alle Babys bezahlen wird, die bis 2038 Twifius oder Twifia genannt werden, selbst wenn das Unternehmen pleite geht.

"Das ist eine Frage der Ehre", erklärt der Twifi-Chef. Schließlich ist der eigene Name auch Identität. Wenn ihr also noch nach einem Namen für euer Ungeborenes sucht, das Angebot steht!