Er ist obdachlos - dann macht er eine Erfindung, die nicht nur sein Leben verändert

Er ist obdachlos - dann macht er eine Erfindung, die nicht nur sein Leben verändert

Der 35-jährige Franzose Jérémie Jeanne muss im Alter von 19 und 29 Jahren selbst auf der Straße leben. Doch nur wenig später macht er eine Erfindung, die sein Leben und das zahlreicher Anderer verändern könnte.

Auf der Straße, in der Kälte und in Unsicherheit zu übernachten, das hat Jérémie Jeanne selbst schon mitgemacht. Der 35-jährige Franzose aus Caen war im Alter von 19 und 29 Jahren obdachlos. Er kennt das Problem, die Nacht sicher und einigermaßen bequem zu verbringen, wenn man nicht weiß wohin, auf der Straße lebt und nichts mehr hat. Aus seiner Erfahrung hat er gelernt und einen leicht transportierbaren Koffer erfunden, der sich in eine Überlebenskapsel verwandeln lässt, um die Nacht im Winter sicher und trocken und vor Kälte geschützt zu verbringen.

Die Eigenschaften der Kapsel

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Die Erfindung des jungen Mannes wird 2018 bei einem französischen Erfinderwettbewerb preisgekrönt. Jetzt kommt er mit einem noch ehrgeizigeren Projekt. Er will mit seiner leicht faltbaren und im ausgefahrenen Zustand bis zu 2,10 m langen Kapsel den Armen helfen. Zur Herstellung seines teleskopischen Koffers, wie er die Kapsel nennt, finden recycelter Plastikmüll und Algen Verwendung. Zum Atmen sind ein kleines Fenster und ein Gitter vorgesehen. Eine Decke gehört auch zur Grundausstattung. „Das sieht nicht etwa so aus wie ein Sarg, eher wie eine UV-Kabine“, meint er. 

Auch für andere Personen als Obdachlose gedacht 

Wenn seine Kapsel auch in erster Linie für Obdachlose gedacht ist, so schließt ihr Erfinder ihren Gebrauch für andere Zwecke nicht aus. Er denkt dabei vor allem an Soldaten und gestrandete Reisende und könnte sich vorstellen, sie in Bahnhöfen und Flughäfen zur Verfügung zu stellen. Für die Umsetzung seiner Idee hat er auf KissKissBankBank zu einem Crowdfunding aufgerufen. „Mein Aufruf richtet sich an Sponsoren und alle, die mit einer kleinen Gabe zur Verwirklichung meines Projekts beitragen wollen.“  

Zum Bau eines ersten Prototyps sind 3.300 Euro erforderlich. Anschließend sollen sich die Produktionskosten auf nicht mehr als 15 Euro pro Stück belaufen, um Rathäusern und Hilfsorganisationen zu ermöglichen, sich damit auszustatten und so den Ärmsten der Armen zu helfen. Der einstige Obdachlose hofft, seine Erfindung bis Anfang 2019 zum Einsatz zu bringen. 

• Zoe Klaus
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