Frühchen erkrankt kurz nach der Geburt an Corona: So geht es ihm ein Jahr später

Viele Millionen Menschen infizieren seit letztem Jahr mit dem Coronavirus. Auch neugeborene Babys werden davon nicht verschont. Der Fall eines britischen Frühchens rührt dabei viele.

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Seit über einem Jahr wird die Welt vom Coronavirus in Atem gehalten. In letzter Zeit spricht man wieder intensiver von Kindern und deren Rolle in der Weitergabe des Virus. Recht wenig Beachtung finden aber Neugeborene, die sich ebenfalls mit dem Virus infizieren können.

Ein Frühchen, dessen Leben mit einem doppelten Kampf beginnt

Theo Stobbs wird als Frühchen am 20. April 2020 in Burnley, im britischen Lancashire, geboren und kann jetzt seinen ersten Geburtstag feiern. Sein Leben beginnt vor einem Jahr aber unter schweren Umständen, wie die britische Zeitung Mirror berichtet. Theo kommt drei Monate zu früh zur Welt und wiegt bei seiner Geburt nur etwas mehr als 1.000 Gramm.

Kurz vor seiner Geburt werden seiner Mutter, der 34-jährigen Kirsty Anderson, Steroide verabreicht, um die Lungenentwicklung des Frühchens zu beschleunigen. Das lange im Brutkasten liegende, zarte Kindchen kann nicht mal von seinen Eltern gestreichelt werden, so empfindlich ist es.

Um seine Sauerstoffversorgung sicherzustellen, erhält der kleine Theo drei Bluttransfusionen. Die kleine Kämpfernatur übersteht diese übermenschlichen Strapazen und kann im Juni 2020 endlich zu seinen Eltern und seinem großen Bruder Arlo nach Hause kommen.

Als das Frühchen endlich nach Hause darf, erkrankt es an Covid-19. Anna Shvets@Pexels

Ein einziger Aufenthalt im Freien führt zur Corona-Infektion

Zu Hause angekommen, gilt dort eine strikte Kontaktbeschränkung, um das zerbrechliche Neugeborene vor Infektionen zu schützen, weder Bruder noch Großeltern dürfen sich ihm nähern. Erst im Oktober 2020 geht seine Mutter mit ihm einmal vor die Haustür, um sich dann unmittelbar mit dem Coronavirus zu infizieren.

Zwei Tage später wird dann auch der kleine Theo positiv getestet. Seine Mutter bricht daraufhin regelrecht zusammen, da seit Monaten alles auf den Schutz des Kleinen ausgerichtet ist.

Glücklicherweise hat der kleine Theo bei seiner Corona-Erkrankung dann einen milden Krankheitsverlauf und leidet nur an leichtem Husten. Seine Mutter verliert vorübergehend ihren Geruchs- und Geschmackssinn, die Sache artet zur Erleichterung aller jedoch nicht zur Katastrophe aus, wie bei diesem Baby, das durch seine Corona-Infektion mit Atemnot ins Krankenhaus eingeliefert wird.

Ein gesunder Einjähriger feiert Geburtstag

Zum Glück sind die Kämpfe des ersten Lebensjahres für Theo ausgestanden. Seine Mutter erklärt gegenüber dem britischen Mirror voller Erleichterung, wie es ihrem Sohn ein Jahr später geht:

Ihm geht es jetzt fabelhaft und niemand kommt auf den Gedanken, dass er das Virus gehabt hat. Er ist ein glückliches und gesundes Kleinkind.

Theo sucht immer nach seinem zweijährigen Bruder, der auch ganz vernarrt in seinen neuen Spielkameraden ist. Auch der 35-jährige Papa, Leon Stobbs, kann jetzt aufatmen. Über die ganze Zeit hinweg hat er als Selbständiger kräftig mit seinem Berufsleben jongliert.