Gender-Wahn: Sogar das Buchstabieralphabet wird jetzt überarbeitet

Auch vor dem Alphabet macht der Gender-Hype keinen Halt. So sollen in Zukunft auch Buchstaben mit Städtenamen anstatt wie bisher mit Vornamen (Anton, Berta, Cäsar und Dora) abgekürzt werden.

Gender-Wahn: Sogar das Buchstabieralphabet wird jetzt überarbeitet
Weiterlesen
Weiterlesen

Denn beim Buchstabieralphabet werden 16 männliche, aber nur 6 weibliche Vornamen verwendet. Aus diesem Grund soll für die seit 1890 übliche "Buchstabiertafel" eine neue Regelung her. So lautet die Begründung des Instituts für Normung (DIN):

Das entspricht nicht der heutigen Lebensrealität.

Aber da es quasi unmöglich sei, "alle relevanten ethnischen und religiösen Gruppen geschlechtergerecht" darzustellen, werden ab Mitte 2022 stattdessen Städtenamen (Augsburg, Berlin, Cottbus, Düsseldorf) zum Buchstabieren vorgeschlagen.

Absurde "Sprachreinigung"?

Die Soziologie-Professorin Ulrike Ackermann hält die Forderung, dass Schüler, Firmen und Ämter künftig politisch korrekt buchstabieren sollen, für eine absurde "Sprachreinigung":

Die Menschen sollen umerzogen werden.

Doch es gibt noch einen weiteren Grund für die angestrebte Alphabet-Reform: Noch immer gibt es bei der aktuellen Auswahl der Vornamen Relikte aus der Zeit der Nationalsozialisten.

Ein Relikt der Nazi-Zeit

So hatten die Nationalsozialisten 1934 alle jüdischen Namen entfernt: Statt David sagte man fortan Dora, statt Nathan Nordpol und statt Samuel Siegfried. Seit 1945 wurde die Tafel noch einige Male überarbeitet.

Viele fragen sich daher nun, ob man bei der angestrebten Überarbeitung der Buchstabiertafel nicht einfach die jüdischen Vornamen wieder einfügen kann, statt alle Vornamen nun durch Städte zu ersetzen. Die für Ende Juli vorgestellte Fassung mit den Ortsnamen ist bislang nicht mehr als ein Entwurf. Die finale Version wird ab Mitte 2022 erwartet.