IKEA schickt Kundin in Untersuchungshaft wegen falschem Einscannen
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IKEA schickt Kundin in Untersuchungshaft wegen falschem Einscannen

Stundenlang wird eine junge Frau in der Untersuchungshaft festgehalten, da sie bei Ikea gestohlen haben soll. Diese Einkaufserfahrung wird Studentin wohl nie vergessen!

Einer Ikea-Kundin in Straßburg ist beim Einscannen an der Selbstbedienungskasse des schwedischen Möbelriesen ein dummer Fehler unterlaufen, den sie nicht so schnell wieder vergessen wird. Die 21-jährige Studentin Emilie macht mit ihrem Vater ein paar banale Einkäufe in der Ikea-Filiale und geht dann an die Selbstbedienungskasse. In diesem Moment wird ihre Einkaufserfahrung zum Albtraum.

Die junge Frau hat gerade verschiedene Frischhaltedosen in ihrem Einkaufswagen eingescannt, eingepackt und will dann mit ihrem Vater das Geschäft verlassen. Dass die Deckel ihrer Frischhaltedosen auch einzuscannen gewesen wären, ist ihr entgangen. Beim Verlassen des Geschäfts werden die beiden von einem Wachmann angehalten. Die junge Frau bedauert das Missgeschick und will die vergessenen Deckel auch gleich schon bezahlen. Doch die Situation spitzt sich zu. Emilie berichtet auf ihrem Twitter-Account.

Organisierter Ladendiebstahl

Der Wachmann bleibt bei seiner Behauptung, die Studentin habe die Gegenstände wissentlich nicht eingescannt und somit Ladendiebstahl begangen. Der Geschäftsleiter kommt hinzu, die Polizei wird gerufen, die beiden werden des organisierten Ladendiebstahls bezichtigt und auf die Wache mitgenommen.

„Die Polizeibeamtin hat gesagt: Sie kommen wegen organisiertem Ladendiebstahl mit auf die Wache…“, erklärt die schockierte Studentin in den sozialen Netzwerken.

Auf dem Kommissariat kommen Emilie und ihr Vater „für 24 bis 48 Stunden“ in Untersuchungshaft. „Ich wurde in eine Zelle gesteckt, einen jämmerlichen Raum mit einer nach Pisse und Scheiße stinkenden Toilette. Was habe ich mich für diesen Fehler beim Einscannen verwünscht!“ erzählt die Studentin auf Twitter.

Letztendlich werden Vater und Tochter nach gut drei Stunden in ihrer misslichen Lage von einer Beamtin, die nicht an der Verhaftung der beiden beteiligt gewesen war, wieder auf freien Fuß gesetzt und müssen doch nicht wie befürchtet mehr als 24 Stunden in Untersuchungshaft verbringen.

Ikea entschuldigt sich

Angesichts des Skandals, den Emilie mit ihrem Bericht auf Twitter ausgelöst hat, zieht Ikea Frankreich seine Anklage gegen die Studentin und ihren Vater wieder zurück und entschuldigt sich bei den beiden für den bedauerlichen Vorfall mit dem Kommentar: „Ikea Frankreich wurde über einen Vorfall am 1. Oktober in einem seiner Geschäfte informiert. Wir bevorzugen in der Regel immer den Dialog und bedauern den Fall aufrichtig. Wir werden unsere Anzeige zurückzuziehen und entschuldigen uns.”

Von der Redaktion

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