Impfgegner geben sich im Katastrophengebiet als Helfer aus

Seit dem Wochenende sind ununterbrochen professionelle Einsatzkräfte an den Unglücksstellen zugegen, um, was auch immer möglich ist, aus den Trümmern zu retten. Auch viele Bürgerinnen und Bürger schließen sich der Aufräumaktion an, unter denen wohl Berichten zufolge nicht alle die gleichen Absichten verfolgen.

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Das Unwetter im Westen Deutschlands richtet am vergangenen Wochenende unsäglichen Schaden an, mehr als 170 Menschen verlieren ihr Leben.

Rechtsextreme nutzen die Situation aus

Ein Polizeisprecher erklärt, dass die Polizei von rechtsextremen Aktivitäten rings um das Katastrophengebiet wisse und die Situation genau im Auge habe.

Es sei unter anderem ein Auto mit der Aufschrift "Friedensfahrzeug" im Gebiet an der Ahr herumgefahren und habe falsche Neuigkeiten verbreitet.

So sollen die Insassen zum Beispiel erklärt haben, dass Einsatzkräfte abgezogen würden. Diese Menschen geben sich als Helfer in der Not aus, um das Vertrauen in den Staat nachhaltig zu erschüttern, erklärt der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang.

Querdenker machen Probleme

Auch bekannte Vertreter der Querdenker-Szene sollen am Unglücksort zum Helfen aufgetaucht sein. Dabei stellt sich die Frage nach der wahren Absicht hinter der Hilfsbereitschaft.

Die Befürchtung existiert, dass diese Menschen sich das Unglück der Anwohner im betroffenen Kreis zunutze machen, um sie gegen den Staat aufzuhetzen.

Die Querdenker sind außerdem dafür bekannt, dass sie weder geimpft sind, noch Maskentragen oder jegliche Corona-Maßnahmen beachten, was im Krisengebiet zu Chaos führen könnte.

Noch kann die Polizei nicht einschreiten

Die Koblenzer Polizei veröffentlicht bereits am Dienstag einen Post auf Twitter, in dem sie ihren Machtbereich im Bezug auf Rechtsextreme, die sich als Helfer ausgeben, erläutert.

"Solange nicht gegen geltendes Recht verstoßen wird", könne die Polizei nicht einschreiten. Dies ist allem Anschein nach aus Meinung der Polizei momentan nicht der Fall. Weiter liest der Post:

Wir werden in Abstimmung mit der technischen Einsatzleitung mit aller Entschiedenheit gegen Menschen einschreiten, die unter dem Anschein von Hilfe die Lage für politische Zwecke missbrauchen.

Die Kommentare der Bürger:innen unter dem Post der Polizei Koblenz lassen eine klare Meinung erkennen: Die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts sei Grund genug, um einzuschreiten.