Kellnerin verweist CEO aus dem Restaurant und bekommt 40.000$ Trinkgeld
Kellnerin verweist CEO aus dem Restaurant und bekommt 40.000$ Trinkgeld
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Kellnerin verweist CEO aus dem Restaurant und bekommt 40.000$ Trinkgeld

Eine Kellnerin wird dabei gefilmt, wie sie einen CEO, sprich ein geschäftsführendes Vorstandsmitglied eines Unternehmens, des Restaurants verweist - und wird dafür von der Internet-Community gefeiert.

Jennica Cochran, eine Kellnerin in einem edlen Restaurant in Kalifornien, wird innerhalb von Sekunden zur Alltagsheldin, als sie einer asiatischen Familie zur Seite springt. Diese wird in ihrem Restaurant von einem anderen Gast rassistisch beleidigt. Für ihr selbstloses Eingreifen kann sich Jennica nun über ein saftiges Trinkgeld freuen.

Rassistische Beleidigungen im Restaurant

Eigentlich möchte Jordan Chan nur den Geburtstag ihrer Tante feiern. Nach der langen Isolation zu Hause tut es gut, endlich wieder in einem größeren Kreis einen schönen Abend geminsam zu verbringen. Doch die Zusammenkunft wird abrupt gestört. Ein Gast am Nachbartisch beginnt, die asiatische Familie mit rassistischen Beleidigungen zu attackieren. Ohne zu zögern holt Jordan ihr Handy raus und beginnt zu filmen.

Auf dem Video ist zu sehen, wie der Mann am Nachbartisch ihnen droht, dass Trump sie aus dem Land werfen wird. Daraufhin folgt eine Reihe an wüsten Beschimpfungen. Später gesteht Jordan im Interview mit KPIX5, dass sie zwar durchaus schon mit Rassismus konfrontiert war, aber bislang nicht in einer so offenen, hasserfüllten Form.

Mutige Kellnerin konfrontiert giftenden CEO

Doch der Rüpel, der ironischerweise später nicht als Amerikaner, sondern als der britische CEO Michael Lofthouse identifiziert wird, hat die Rechnung ohne Jennica Cochran gemacht, die an diesem Abend im Restaurant arbeitet.

Bestimmt fordert sie Lofthouse auf, umgehend das Lokal zu verlassen. Ein derartiger Umgang mit anderen Gästen werde nicht toleriert. Deutlich bescheidener erklärt sie später gegenüber ABC7 ihre Beweggründe:

Ich habe einfach getan, was getan werden musste. Ich habe das gemacht, was jeder andere in dieser Situation machen würde oder zumindest machen sollte. [...] Ich hatte das Gefühl, sie beschützen zu müssen. Keiner kann hier herkommen, und so mit den Menschen umgehen.
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❗️❗️❗️SHARE THIS POST❗️❗️❗️ Trigger warning: Racism, Vulgar Language (FYI he had a LOT more to say after I stopped recording) This is the face of the man who relentlessly harassed my family and I completely UNPROVOKED, UNWARRANTED, and UNCONSCIONABLE. We were celebrating my tita’s birthday, literally just singing happy birthday to her and taking pictures, when this white supremacist starts yelling disgusting racist remarks at us. (“Fuck you Asians” “Go back to whatever fucking Asian country you’re from” “You don’t belong here”) It is no coincidence that this man has the audacity to showcase such blatant racism on the 4th of July. White supremacy has a notorious habit of masquerading as patriotism! The fact that Donald Trump is our president (i.e. THE MOST POWERFUL MAN IN THE WORLD) gives racists a platform and amplifies voices of hate. The surfacing of racists is so prevalent right now, even in such an ethnically/culturally diverse and liberal state like California, because Trump HIMSELF uses his position to incite racial tension and to promote aggression towards POC, foreigners, and immigrants. We need change! PLEASE PLEASE PLEASE VOTE THIS UPCOMING RE-ELECTION. PROTECT ALL PEOPLE REGARDLESS OF SKIN COLOR AND ETHNIC ORIGIN. ✊🏻✊🏼✊🏽✊🏾✊🏿

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Saftiges Trinkgeld für Eingreifen

Die Internet-Community, die dank des Handy-Videos auf die Kellnerin aufmerksam wird, sieht Jennicas Handeln weniger selbstverständlich. Einige der User richten insgesamt drei GoFundMe-Kampagnen ein, um sich mit gesammelten Spenden bei der Alltagsheldin bedanken zu können. Mittlerweile sind dabei bereits 40 Tausend Dollar zusammengekommen!

Jennica hat sich dieses saftige Trinkgeld mehr als verdient. Der Vorfall im Restaurant zeigt, dass Rassismus noch immer in der Gesellschaft präsent ist. Proteste wie die Black Lives Matter Bewegung oder zivile Courage, wie die Kellnerin sie eindrucksvoll bewiesen hat, sind also wichtiger denn je.

Von Sarah Kirsch
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