Mann gibt sich als Spion aus, um seine beiden Frauen zu behalten

In Frankreich nimmt man es mit den Lügen offenbar nicht so genau: Ein Mann in den Vierzigern gibt sich dort als Spion aus, um seine zwei Frauen behalten zu können.

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Unglaublich aber wahr. Während die meisten von uns nicht einmal auf eine solch abstruse Idee kommen würden, läge es allen anderen mehr als fern, ein solches Hirngespinst wirklich in die Tat umzusetzen, allein aus Angst, erwischt zu werden: Dieser Franzose scheut jedoch vor nichts zurück.

Ein nützlicher Job

Um sein Doppelleben zu rechtfertigen, nutzt der Mann unzählige Male gefälschte Dokumente und muss sich dafür nun vor dem Strafgericht in Annecy verantworten.

Folgende Punkte stehen gegen ihn zur Anklage: Bigamie, Fälschung und Verwendung gefälschter Dokumente, insbesondere gefälschte Scheidungsunterlagen, Fälschung öffentlicher und privater Unterschriften sowie Betrug.

Als Informatiker ist es ihm ein Leichtes, die Dokumente zu fälschen, um zwei Ehen zu schließen, ohne sich jemals von einer seiner beiden Ehefrauen scheiden zu müssen. Doch letztendlich ist es seine erste Ehefrau, die ihm auf die Schliche kommt.

Die Mutter von drei Kindern entdeckt den Schwindel, als sie sich an eine Familienbeihilfekasse wendet. Ihre Überraschung ist verständlicher Weise groß, als man ihr dort mitteilt, dass sie angeblich bereits seit zwei Jahren von ihrem Mann geschieden ist. Sie kann sogar die Scheidungsunterlagen einsehen.

Ein wichtiges Detail

Bei der Prüfung der Dokumente stellt sie fest, dass ihre Unterschrift gefälscht wurde. Zu Hause findet sie in den Sachen ihres Mannes eine Steuererklärung mit zahlreichen Informationen zu einer anderen Frau mit Wohnsitz in Lyon.

Seit 2003 spielt der Mann bereits das Spielchen mit seiner ersten Frau, der er weismachen will, er sei ein Spion des französischen Geheimdienstes und müsse dafür immer wieder zwischen seinem Alibi-Job als Informatiker und dem Spion wechseln.

Als die Ehefrau die Lüge aufdeckt, kann sie sich auf einmal erklären, warum ihr Mann so häufig grundlos fortbleibt. Die zweite Ehefrau war ihrerseits davon überzeugt, dass ihr Mann schon seit längerer Zeit geschieden ist.

Dem Anwalt des Betrügers zufolge, liebt der Mann beide Frauen und wollte keine von ihnen, geschweige denn die Familien verlieren. Darüber hätte er sich vielleicht früher Gedanken machen müssen.